Nach einer VerstĂ€ndigung im Koalitionsausschuss ist die Reform des Tariftreue- und Vergabegesetzes in eine entscheidende Phase getreten. Der Landtag hat heute ĂŒber die GesetzesĂ€nderung beraten. FĂŒr die SPD-Fraktion stellte der wirtschaftspolitische Sprecher Holger Hövelmann (Foto) klar: âDie fĂŒr meine Partei wichtigste Botschaft beim vorliegenden Gesetzentwurf lautet: Tariftreue und Vergabemindestlohn bleiben erhalten. Weiterhin wird die öffentliche Hand keine Dumpinglöhne fördern. Wir belohnen die Arbeitgeber, die nach Tarif bezahlen. Und wir sanktionieren diejenigen, die sich nicht daran halten wollen.“
Zugleich gehe die Reform auf RĂŒckmeldungen aus der Praxis ein, betonte Hövelmann: âDer Gesetzentwurf reagiert daher auf viele RĂŒckmeldungen, die wir aus der Wirtschaft und von den kommunalen Vergabestellen erhalten haben. So vereinfachen wir die Anwendung des Bestbieterprinzips. Die Bestimmungen zur Tariftreue und zum Vergabemindestlohn sind jetzt eindeutiger. Und viele unklare Rechtsbegriffe werden prĂ€zisiert.“
Angesichts der anstehenden Investitionen aus dem Bundes-Sondervermögen begrĂŒĂte Hövelmann die vorĂŒbergehende Anhebung der Schwellenwerte: âGerade bei den kleinen Projekten, die viele Gemeinden in unserem Land bisher nur auf die lange Bank schieben konnten, wĂ€ren die regulĂ€ren Schwellenwerte ein Flaschenhals. Mit der Anpassung an die Schwellenwerte fĂŒr europaweite Ausschreibungen ermöglichen wir die schnelle Nutzung der Gelder. Und davon profitiert nicht zuletzt unsere heimische Wirtschaft.“
Hövelmann unterstrich abschlieĂend die Haltung der SPD-Fraktion: âDas Signal, das wir mit diesem Gesetzentwurf senden, ist wichtig: Diese Koalition arbeitet sachlich und zielorientiert. Sie berĂŒcksichtigt alle Interessen. Und sie hat das Wohl Sachsen-Anhalts im Blick.“
Text/Foto: SPD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt am 13. Juni 2025