Magdeburg/ST. âWer die wirtschaftliche Lage in Sachsen-Anhalt als Untergangsszenario zeichnet, irrt. Aber wir mĂŒssen aufmerksam bleiben“, betont Holger Hövelmann (Foto), wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, anlĂ€sslich der aktuellen Debatte. âTrotz Krisen sind Umsatz und Exporte der Unternehmen weiter auf hohem Niveau. Was wir jetzt brauchen, ist VerlĂ€sslichkeit und kluge, gezielte UnterstĂŒtzung.“
Hövelmann verweist auf die Herausforderungen, die durch Energiepreise, Lieferkettenprobleme und US-Zollpolitik entstanden sind. âDas GeschĂ€ftsmodell billiges russisches Gas ist Vergangenheit. Doch wir erleben gleichzeitig Milliardeninvestitionen und eine Angleichung der Löhne an den Bundesdurchschnitt. Unsere Wirtschaft steht nicht im finsteren Tal, aber wir mĂŒssen verhindern, dass sie dorthin gerĂ€t.“
Besonders wichtig sei es, wirtschaftliche Impulse aus dem Sondervermögen der neuen Bundesregierung klug zu nutzen. âEine Senkung der Stromsteuer und ein Industriestrompreis sind wichtige Schritte. Und die Entlastung durch ein europĂ€isches Lieferkettengesetz gibt Unternehmen dringend benötigte Planungssicherheit.“
Hövelmann fordert, bei allen MaĂnahmen auch die soziale Komponente im Blick zu behalten: âWer glaubt, das Soziale sei ein Luxus, den wir uns nur in guten Zeiten leisten können, hat Wirtschaft nicht verstanden. Gute Arbeit und soziale Sicherheit sind zwei Seiten derselben Medaille.“
Angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen mahnt Hövelmann zu nĂŒchterner Analyse statt Panik: âWer wirtschaftliche Panik verbreitet, schafft keine Lösungen. Die wahre Herausforderung ist, klug zu steuern und das Feuer zu löschen, wo es tatsĂ€chlich brennt. Und das geht nur mit einer Politik, die alle Akteure einbindet â Unternehmen, Arbeitnehmer und ihre Interessenvertretungen.“
Text/Foto: SPD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt am 13. Mai 2025