Sachsen-Anhalt braucht ein Sonderprogramm Wissenschaftsfreiheit

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Meister: Forschungsfreiheit stĂ€rken, kluge Köpfe fĂŒr Sachsen-Anhalt gewinnen

Magdeburg/ST. In einer leidenschaftlichen Rede vor dem Landtag hat Olaf Meister (Foto), Parlamentarischer GeschĂ€ftsfĂŒhrer und Sprecher fĂŒr Wissenschaft der Landtagsfraktion BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen, ein Sonderprogramm zur Förderung der Wissenschaftsfreiheit gefordert. Hintergrund ist die zunehmende EinschrĂ€nkung der Wissenschaftsfreiheit in den USA, insbesondere unter der politischen Agenda von Donald Trump.

„Wissen ist Macht – und der Angriff auf die Wissenschaft ist ein Angriff auf die Demokratie“, so Meister. In den USA wĂŒrden Forschungsmittel gestrichen, Wissenschaftler*innen mit internationalen Wurzeln Visa entzogen, Forschungseinrichtungen politisch unter Druck gesetzt. Besonders perfide: Ganze Forschungsbereiche wĂŒrden allein wegen Begriffen wie „Diversity“ aus der Förderung ausgeschlossen – ungeachtet ihres tatsĂ€chlichen Inhalts.

Olaf Meister sieht darin auch eine Chance fĂŒr Sachsen-Anhalt: „Wir können und sollten diesen vertriebenen Wissenschaftler*innen hier eine neue Heimat bieten. Unsere Hochschulen sind exzellent aufgestellt, unsere Wissenschaftsfreiheit gesetzlich garantiert. Das ist eine historische Gelegenheit, den internationalen Talentpool fĂŒr unser Land zu gewinnen.“

Doch die Chance allein reiche nicht. Die Fraktion BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen fordert die Landesregierung auf, umgehend ein Sonderprogramm Wissenschaftsfreiheit aufzulegen, das gezielt Stellen fĂŒr internationale Wissenschaftler*innen schafft. Nur so könne Sachsen-Anhalt im globalen Wettbewerb um die klĂŒgsten Köpfe bestehen.

Gleichzeitig mahnt Meister dringenden Handlungsbedarf im Kampf gegen Rechtsextremismus an: „Wissenschaftsfreiheit braucht ein gesellschaftliches Klima der Offenheit und Sicherheit. Rassistische Übergriffe und eine starke rechtsextreme AfD schrecken internationale FachkrĂ€fte ab. Wer Exzellenz will, muss Weltoffenheit leben.“

Quelle: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von Sachsen-Anhalt am 14. Mai 2025

Foto (c) Olaf Meister