Jagdrecht: Ein modernes Wolfsmanagement muss die Zahl der Wölfe begrenzen

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Magdeburg. So erfreulich die RĂŒckkehr des Wolfes aus Sicht des Artenschutzes auch sein mag: RĂŒckblickend ist festzustellen, dass sich eine Vielzahl von frĂŒheren Aussagen zur Ausbreitungsgeschwindigkeit, zur Habitatwahl, zum Beutespektrum, zum Verhalten des Wolfes gegenĂŒber Menschen und zum notwendigen Aufwand  fĂŒr den Herdenschutz als unzutreffend erwiesen haben.

Dazu erklĂ€rt Alexander RĂ€uscher (Foto l.), Mitglied der Arbeitsgruppe Landwirtschaft, ErnĂ€hrung und Forsten der CDU-Landtagsfraktion: „Die jĂŒngsten Zahlen bestĂ€tigen unsere BefĂŒrchtungen, dass ein Kontrollverlust droht. Es muss definiert werden, wie viele Wölfe unsere Kulturlandschaft vertrĂ€gt. Der Wolf ist keine vom Aussterben bedrohte Art, bedroht aber selbst geschĂŒtzte Arten. Die Wiederkehr des Wolfs war ein riesiger Feldversuch und dieser Versuch muss nun enden.  Ein modernes Wolfsmanagement muss die Zahl der Wölfe begrenzen. Wir sind nun mal ein Industrieland mit urbanen Kulturlandschaften. Eine ungehemmte Ausbreitung der Population ist daher völlig inakzeptabel. Wenn wir den Natur- und Artenschutz ernst nehmen, mĂŒssen wir offen ĂŒber Zielkonflikte sprechen. Tierschutz gilt fĂŒr alle Tiere, den Wolf sowie auch Hunde und natĂŒrlich auch fĂŒr Nutztiere wie Schafe, Ziegen und Pferde.“

Sandra Hietel (Foto r.), Vorsitzende der Arbeitsgruppe Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt, ergĂ€nzt: „Die CDU-Fraktion befasst sich seit geraumer Zeit mit dem Wolf und mit ihm einhergehende Problematiken. Wir wollen dem Schutz des Wolfes und dem Schutz der Weidetiere gerecht werden sowie ein konfliktfreies Miteinander gewĂ€hrleisten. Wir fordern daher ein zentrales und lĂ€nderĂŒbergreifendes Wolfsmonitoring, die Umsetzung von Bundesrecht zum Umgang mit ‚Problemwölfen‘, die Aufnahme des Wolfes in das Bundes- und Landesjagdrecht, die Feststellung des gĂŒnstigen Erhaltungszustandes sowie die ÜberprĂŒfung des Schutzstatus auf EU-Ebene.“

Fotos (c) CDU Sachsen-Anhalt