Akzeptanzgesetz / Kleemann: Beteiligung gesetzlich regeln – statt Klientel bedienen

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Magdeburg. Die SPD-Landtagsfraktion unterstĂŒtzt den Gesetzentwurf von Energieminister Armin Willingmann, mit dem Kommunen kĂŒnftig stĂ€rker und vor allem verlĂ€sslich an Einnahmen aus Wind- und Solarenergie beteiligt werden sollen. FĂŒr die Fraktion ist klar: Wer die Energiewende ernst meint, muss auch fĂŒr faire Bedingungen vor Ort sorgen.

„Das Akzeptanz- und Beteiligungsgesetz ist ein wichtiger Baustein fĂŒr den gelingenden Ausbau der Erneuerbaren“, sagt Juliane Kleemann (Foto), umwelt- und energiepolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. „Es ist nachvollziehbar, dass die Gemeinden, in denen WindrĂ€der stehen, auch direkt profitieren – das schafft nicht nur Gerechtigkeit, sondern auch RĂŒckhalt.“

GrundsĂ€tzlich nimmt die SPD-Fraktion die Kritik kleinerer Betreiber, landwirtschaftlicher Betriebe und auch selbstverstĂ€ndlich aus der Bevölkerung ernst. Kleemann ergĂ€nzt: „Wir wollen ein Beteiligungsmodell, das Investitionen nicht verhindert, sondern begleitet. Der außerparlamentarische Beteiligungsprozess ist hingegen abgeschlossen. Alle Bedenken hĂ€tten in den zurĂŒckliegenden Jahren angebracht werden können.“

Bemerkenswert: Ausgerechnet Olaf Feuerborn, PrĂ€sident des Bauernverbandes und Mitglied des Landtags, Ă€ußert öffentlich Kritik – obwohl er dem Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen in den AusschĂŒssen bereits zugestimmt hat. Die SPD-Fraktion setzt stattdessen auf das geeinte Gesetz: geregelte Beteiligung, echte Akzeptanz, rechtssichere Umsetzung. „Man wird den Eindruck nicht los, dass es hier nicht um die Sache, sondern um das Befriedigen von Einzelinteressen geht“, so Kleemann abschließend.

Die im Gesetz vorgesehenen Mindestzahlungen orientieren sich an der installierten Leistung und sollen insbesondere den Kommunen Planungssicherheit geben. Das Ziel besteht darin, die Akzeptanz fĂŒr neue Anlagen zu erhöhen und SpielrĂ€ume fĂŒr lokale Investitionen in Infrastruktur, Daseinsvorsorge und Klimaschutz zu eröffnen. Das vorgesehene Abrechnungsmodell ist bĂŒrokratiearm und zeigt transparent auf, wieviel Geld durch das Betreiben von Windkraftanlagen in die Gemeindekasse fließen wird.

Quelle: SPD Sachsen-Anhalt / René Wölfer am 30. Juni 2025

Foto: Juliane Kleemann (c) SPD Sachsen-Anhalt