In der heutigen Landtagssitzung forderte Cornelia LĂŒddemann (Foto), mobilitĂ€tspolitische Sprecherin der Fraktion BĂNDNIS 90/DIE GRĂNEN, eine umfassende Neuausrichtung der Verkehrspolitik. LĂŒddemann kritisierte die langjĂ€hrige VernachlĂ€ssigung der Infrastruktur und betonte die Dringlichkeit nachhaltiger Investitionen. âDer Einsturz der CarolabrĂŒcke steht symbolisch fĂŒr das Versagen konservativer Sparpolitik. Es zeigt, dass wir unsere Verkehrsinfrastruktur nicht lĂ€nger kaputtsparen dĂŒrfen. StraĂen, BrĂŒcken und Schienen sind das zentrale Nervensystem unserer Gesellschaft und Wirtschaft“, so LĂŒddemann.
Die Abgeordnete LĂŒddemann sprach sich in der heutigen Landtagsdebatte fĂŒr den Erhalt/Ersatz statt Neubau sowie eine langfristige Finanzierung aus: âWir brauchen ein Neubaumoratorium und eine Sparstrategie. Ăber eine Fondlösung könnte vereinbart werden, dass ab Neubau von Infrastrukturprojekten regelmĂ€Ăig angespart wird, um eine Sanierung in 20-30 Jahren sicherzustellen.“
Neben der Finanzierung betonte sie die Bedeutung effizienterer Planungsprozesse: âMit digitalen Lösungen und Reformen im Genehmigungs- und Vergaberecht können HĂŒrden, insbesondere in den Kommunen, genommen werden. Wir mĂŒssen innovativer und schneller werden.“
AbschlieĂend mahnte LĂŒddemann, die Verkehrspolitik als Teil einer gröĂeren Aufgabe zu begreifen: âFunktionierende Infrastruktur ist nicht nur fĂŒr den Verkehr entscheidend. Menschen mĂŒssen sich darauf verlassen können, das Daseinsvorsorge funktioniert. Sie sichert LebensqualitĂ€t, Wirtschaftskraft und letztlich auch die Demokratie.“
Die Fraktion BĂNDNIS 90/DIE GRĂNEN fordert in Sachsen-Anhalt verstĂ€rkte Investitionen in Erhalt und Modernisierung der StraĂen- und Schieneninfrastruktur sowie eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Bund, LĂ€ndern und Kommunen.
Text/Foto: Fraktion BĂNDNIS 90/DIE GRĂNEN am 22. Januar 2025