Fraktionschef der Liberalen im Landtag fordert: „Bundesregierung muss Reformhebel endlich umlegen“
Die Lage im Mitteldeutschen Chemiedreieck spitzt sich zu. Die Insolvenz von DOMO und das Abschalten der Anlage trotz eines gewährten Darlehens ist für den FDP-Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Andreas Silbersack (Foto), ein eindeutiges Alarmsignal: „Wer den Betrieb stilllegt, obwohl finanzielle Unterstützung bereitsteht, sendet ein klares Votum gegen den Standort. Offensichtlich fehlt das Vertrauen, dass sich die Rahmenbedingungen hierzulande kurzfristig verbessern. Jetzt müssen Landes- und Bundesregierung entschlossen handeln und klar zeigen: Das Mitteldeutsche Chemiedreieck bleibt ein verlässlicher und zukunftsfähiger Produktionsstandort“, stellt Silbersack klar.
Für den Chemiestandort ist es ein Schlag, denn 500 Mitarbeiter und weitere Unternehmen, die ihre Stoffe an DOMO liefern, hängen an dem Werk. „Wir haben Alarmstufe Rot! Die Chemieindustrie im Mitteldeutschen Chemiedreieck hat nur Zukunft, wenn die Bundesregierung endlich den Reformhebel umlegt: Weg von einer falschen Klimapolitik, hin zu radikalem Bürokratieabbau, Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsverfahren und absoluter Technologieoffenheit.“
Für Silbersack ist klar: „Jeder Cent den die Unternehmen in staatlich verursachte Kosten stecken müssen, fehlt ihnen für Forschung, Entwicklung und für mehr Wettbewerbsfähigkeit.“ Die Chemiebranche befinde sich in einem knallharten Wettbewerb weltweit. „Wenn wir die Kosten nicht radikal reduzieren und den Unternehmen die Freiheit geben, auf eigenes Risiko zu investieren, fahren wir gnadenlos gegen die Wand“, warnt der Fraktionschef der Liberalen.
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Quelle: FDP-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt am 09. Januar 2026
Foto: Andreas Silbersack (c) Hans Eckardt
