Raus aus der Mietpreisspirale

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Adieu Mietwohnung: Trotz gestiegener Immobilienpreise ist der Erwerb und das Wohnen in den eigenen vier W√§nden langfristig meist g√ľnstiger, als Miete zu zahlen. Das zeigen aktuelle Untersuchungen. Und nach wie vor w√ľnschen sich viele Menschen in Deutschland, eine eigene Immobilie zu besitzen. Die aktuellen Niedrigzinsen bieten gute Voraussetzungen, diesen Traum wahr werden zu lassen.

Deutsche Mieter werden immer st√§rker zur Kasse gebeten. Die Neuvertrags- und Bestandsmieten haben in den vergangenen Jahren deutlich angezogen, insbesondere in den Gro√üst√§dten der Bundesrepublik. Laut einer aktuellen Untersuchung der Hans-B√∂ckler-Stiftung wendete 2018 nahezu jeder zweite Haushalt in den deutschen Gro√üst√§dten – also rund vier Millionen – mehr als 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens f√ľr die Bruttowarmmiete auf, rund jeder Zehnte sogar mehr als 50 Prozent.

Viele Deutsche stehen deswegen vor der Frage: Weiterhin mieten oder doch lieber Wohneigentum kaufen? Aktuelle Berechnungen des IW K√∂ln zeigen: In fast allen deutschen Landkreisen ist der Erwerb und die Selbstnutzung eines Eigenheims trotz der aktuell vielerorts hohen Kaufpreise langfristig g√ľnstiger als mieten. Das gilt 2021 erstmals auch f√ľr Metropolen wie Berlin, Frankfurt am Main oder M√ľnchen. LBS-Experte Thomas Thiet sagt erg√§nzend dazu: „Die Zinsen f√ľr eine Immobilienfinanzierung, etwa √ľber einen Bausparvertrag, waren noch nie so g√ľnstig wie jetzt. Das macht Kaufen im Vergleich zu Mieten immer attraktiver.“

Eigene Immobilie ist eine gefragte Altersvorsorge

F√ľr Thiet ist Wohneigentum eine Investition in die eigene Zukunft: „Besonders im Alter ist die monatlich gesparte Miete ein gro√üer Vorteil.“ Das best√§tigt auch das Forschungs- und Beratungsinstitut empirica. Danach haben Mieter anfangs zwar einen finanziellen Vorteil gegen√ľber K√§ufern. W√§hrend die Mieten aber jedes Jahr weiter steigen, wird die Finanzierungslast der Selbstnutzer von Jahr zu Jahr geringer. Sind Eigent√ľmer erst einmal schuldenfrei, m√ľssen sie nur noch jeden sechsten Euro f√ľrs Wohnen ausgeben, Mieter fast jeden dritten.

Wohneigentumswunsch ist ungebrochen hoch

Nach wie vor w√ľnschen sich viele Menschen ein eigenes Zuhause. Aktuell plant rund ein Drittel der 20- bis 50-J√§hrigen einen Immobilienerwerb, so das Verm√∂gensbarometer 2021 des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV). Das sind vier Prozentpunkte mehr als noch im Jahr 2019. Am h√∂chsten ist der Anteil bei den J√ľngeren: Unter den 20- bis 29-J√§hrigen w√ľnscht sich sogar die H√§lfte eine eigene Immobilie.

„Bei aller Statistik: Man darf nicht vergessen, dass es wohl die gr√∂√üte private Investition des Lebens ist und sollte sich fr√ľhzeitig und realistisch damit besch√§ftigen, ob es sinnvoll ist, sich diesen Wunsch zu erf√ľllen. Das ist nicht nur eine Frage der finanziellen M√∂glichkeiten, sondern auch der pers√∂nlichen Lebensplanung und der eigenen Bed√ľrfnisse. All das gilt es, individuell abzuw√§gen“, empfiehlt Thiet. So sind Mieter in mancher Hinsicht flexibler: F√ľr einen neuen Job in eine andere Stadt zu ziehen oder bei Familienzuwachs in eine gr√∂√üere Wohnung zu wechseln, ist kein gro√üer Aufwand, solange eine neue Wohnung zu finden ist. Auch wegen Reparaturen und Instandhaltungen m√ľssen sie keine Bauchschmerzen bekommen – die Kosten √ľbernimmt der Vermieter. Doch im eigenen Reich ist der Entscheidungs- und Gestaltungsspielraum viel gr√∂√üer. Beispielsweise eine st√∂rende Wand versetzen, das Badezimmer umbauen oder eine energetische Modernisierung durchf√ľhren, um die Nebenkosten zu senken – das geht als Mieter nicht so einfach ohne die Zustimmung des Eigent√ľmers. Auch muss jederzeit mit Mieterh√∂hungen oder K√ľndigung wegen Eigenbedarf gerechnet werden.

Solides Finanzierungsfundament ist entscheidend

„Wer sich jetzt f√ľr den Kauf entscheidet, kann im aktuellen Zinsumfeld von besonders g√ľnstigen Konditionen profitieren, ist aber gut beraten, m√∂glichst viel Eigenkapital mitzubringen“, so Thomas Thiet von der LBS. „Dabei hilft ein Bausparvertrag, mit dem man bereits in jungen Jahren einen finanziellen Grundstock aufbaut. Gleichzeitig sichert sich der Bausparer damit den Anspruch auf ein zinsg√ľnstiges Darlehen, das die aktuell niedrigen Zinsen langfristig garantiert. Das sorgt f√ľr Planungssicherheit.“

In heutigen Zeiten hoher und steigender Kauf-, Bau- und Nebenkosten r√§t die LBS dar√ľber hinaus zu einer ehrlichen Auseinandersetzung mit den eigenen Vorstellungen und M√∂glichkeiten: Wie viel Eigenkapital steht zur Verf√ľgung? Welche monatliche Rate ist tragbar? Welche √∂ffentlichen F√∂rdermittel kommen infrage? W√§re auch eine kleinere Immobilie oder eine l√§ndliche Lage denkbar? Thomas Thiet: „Unabh√§ngig davon, wie die Entscheidung letztlich ausf√§llt: Am Ende muss die Finanzierung auf einem soliden Fundament stehen.“ Um zu ermitteln, wie viel Eigenheim man sich leisten kann, hilft beispielsweise der LBS-Immobilienrechner: www.lbs.de/immobilienrechner.