Klares Signal an Brüssel – Familienbetriebe unterstützen Vorschlag von Minister Sven Schulze zur Aufhebung der EU-Naturwiederherstellungs-verordnung

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Magdeburg, 18. Juni 2025 – Die Familienbetriebe Land und Forst Sachsen-Anhalt unterstützen ausdrücklich den Vorschlag von Landwirtschaftsminister Sven Schulze, die EU-Naturwiederherstellungsverordnung (NRL) im Rahmen der nächsten Omnibus-Verordnung vollständig aufzuheben.

„Minister Schulze hat den Mut, das auszusprechen, was viele Eigentümer und Bewirtschafter in der Fläche denken: Die NRL ist in ihrer jetzigen Form nicht nur realitätsfern, sondern auch gefährlich für den ländlichen Raum“, erklärt Dr. Immo Hamer von Valter, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst Sachsen-Anhalt und ergänzt: „Wir stehen hinter dem Vorschlag, die Naturwiederherstellungsverordnung vollständig zu streichen – und fordern die Bundesregierung auf, diesen Weg mitzugehen.“

Die Familienbetriebe warnen: Die Verordnung bedroht die Akzeptanz des Naturschutzes, schafft rechtliche Unsicherheit und stellt eine erhebliche Belastung für Land- und Forstbetriebe dar. „Was einst als Beitrag zum Schutz der Natur gedacht war, entwickelt sich zu einem Instrument massiver Eigentumseingriffe und wirtschaftlicher Risiken – ohne gesicherte Finanzierung oder praktikable Umsetzung“, so Dr. Hamer von Valter (Foto).

Die Familienbetriebe sehen in der NRL eine Fortführung der mittlerweile problematischen Natura-2000-Politik – diesmal in noch unbestimmterer und weitreichenderer Form. Schon heute zeigen Beispiele wie die pauschale Einstufung alltäglicher landwirtschaftlicher Tätigkeiten als „kritische Projekte“, dass Brüssel sich der Konsequenzen seiner Rechtsakte für die Praxis offensichtlich nicht bewusst ist.

„Unsere Betriebe sind keine Gegner des Naturschutzes – im Gegenteil: Sie leisten seit Generationen den Beitrag, der unsere Kulturlandschaften pflegt und erhält. Sie schützen, was sie nutzen. Wer ihnen jedoch mit immer neuen Auflagen und Misstrauen begegnet, zerstört die Basis für eine tragfähige Zukunft des ländlichen Raums“, mahnt Hamer von Valter.

Die Familienbetriebe fordern: Den Vorschlag aus Sachsen-Anhalt muss sich die Bundesebene zu eigen machen. „Die Bundesregierung darf sich nicht wegducken. Sie muss sich in Brüssel für eine vollständige Aufhebung der NRL einsetzen – und zwar jetzt, im Rahmen der Omnibus-Verordnung. Nur so kann der Schaden noch abgewendet werden“, erklärt Dr. Hamer von Valter abschließend.

Quelle: Familienbetriebe Land und Forst Sachsen-Anhalt e.V. / Antonia Bing am 18. Juni 2025

Foto: Dr. Hamer von Valter (c) DETERINGMEDIA