BARMER: Hitze und Herzschwäche РJeder Dritte in Sachsen-Anhalt ist herzkrank

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Magdeburg, 22. August 2023 ‚Äď Hitze, wie sie erneut f√ľr die kommenden Tage erwartet wird, verlangt von uns allen eine besondere Obacht und kann speziell Menschen mit einer Herzerkrankung Gesundheitsprobleme bereiten. In Sachsen-Anhalt ist in etwa jede dritte Einwohnerin beziehungsweise jeder dritte Einwohner von einer Herzerkrankung wie Bluthochdruck, einer Herzschw√§che oder einer Herzrhythmusst√∂rung betroffen. Ab einem Alter von 50 Jahren sind im Bundesland sogar 63 Prozent der Bev√∂lkerung herzkrank. Das geht aus dem Morbidit√§ts- und Sozialatlas der BARMER hervor. ‚ÄěDie hei√üen Tage sind f√ľr Menschen mit Herzerkrankungen eine besondere Belastung.

Zugleich reagiert der K√∂rper bei Hitze anders auf die Einnahme von Medikamenten‚Äú, sagt Axel Wiedemann (Foto), Landesgesch√§ftsf√ľhrer der BARMER in Sachsen-Anhalt. Steigen die Temperaturen stark an, belaste das den Kreislauf. Die Herzarbeit steige und damit auch das Risiko eines Infarktes. Auch k√∂nnten Thrombosen, also Blutpfropfen in den Beinen, und Lungenembolien auftreten. Werde eine bestehende Herzschw√§che durch Hitze verst√§rkt, seien zudem St√ľrze m√∂glich. F√ľr Herzpatientinnen und Herzpatienten sei es im Sommer daher zum Beispiel ratsam, ein bis zwei Liter Wasser zus√§tzlich am Tag zu trinken.

Blutdruck bei Hitze häufiger kontrollieren

Steigende Temperaturen weiten zudem die Blutgef√§√üe, der Blutdruck sinke. Dies k√∂nne insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit Bluthochdruck Komplikationen verursachen. Denn eine gute medikament√∂se Einstellung bei Bluthochdruck in der kalten Jahreszeit, k√∂nne in einer Hitzeperiode durcheinandergeraten. Schwindelattacken und Ohnmachtsanf√§lle w√ľrden drohen. ‚ÄěBei Bluthochdruck wird geraten, den Blutdruck h√§ufiger zu messen und bei einem starken Abfall schnellstm√∂glich √Ąrztin oder Arzt zu kontaktieren‚Äú, sagt Wiedemann.

Medikamenteneinnahme bei Hitze

Wer unter einer Herzerkrankung leide und sich w√§hrend der Hitzeperiode nicht gut f√ľhle, solle den Weg in die Arztpraxis nicht scheuen. Werden au√üerdem wassertreibende Diuretika, also Wassertabletten, eingenommen, dann sollte die Dosis bei Hitze nach Ansicht von Fachleuten verringert werden, damit der K√∂rper nicht austrocknet. Sonst gehen wichtige Elektrolyte wie beispielsweise Natrium, Kalium und Magnesium durch verst√§rktes Schwitzen verloren. Die Einnahme von Blutdrucksenkern hat als Nebenwirkung zur Folge, dass Durst nicht mehr so stark empfunden wird. Regelm√§√üiges Trinken von Wasser zu allen Mahlzeiten, kann dann insbesondere im Sommer Abhilfe schaffen.