Zweite Kohorte der Startchancen-Schulen offiziell gestartet – Bildungsminister Jan Riedel würdigt Engagement der Schulen

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Mit einer weiteren Onboarding-Veranstaltung in Halberstadt startet heute und morgen die zweite Kohorte der sachsen-anhaltischen Schulen in das Startchancen-Programm von Bund und Ländern. Bildungsminister Jan Riedel (Foto) begrüßte die 67 weiteren teilnehmenden Schulen und betonte die große Bedeutung des Programms für mehr Bildungsgerechtigkeit und bessere Lernchancen.

„Schule ist weit mehr als Unterricht. Sie ist ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche Halt finden, Potenziale entwickeln und Zukunft gestalten. Mit dem Startchancen-Programm wollen wir gerade dort zusätzliche Unterstützung geben, wo die Bedingungen besonders herausfordernd sind.“, sagte Minister Riedel.

Das Startchancen-Programm wird seit 2024 bereits an 30 ausgewählten Schulen umgesetzt. Im ersten Jahr konnten wichtige Grundlagen gelegt werden: Strukturen zur Schul- und Unterrichtsentwicklung wurden aufgebaut, neue Unterstützungsinstrumente entwickelt sowie die Zusammenarbeit mit Partnern wie der „Wübben Stiftung Bildung“ gestärkt.

Minister Riedel würdigte ausdrücklich das Engagement der beteiligten Schulen, der Schulträger, des Landesschulamtes, des Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung sowie der Partnerstiftung und weiteren Akteuren. „Ohne Ihre Arbeit und Ihre Bereitschaft, neue Wege zu gehen, wäre dieser Fortschritt nicht möglich gewesen.“, betonte der Minister.

Mit dem Start der zweiten Kohorte treten nun weitere Schulen in das Programm ein. Sie profitieren von den Erfahrungen des ersten Jahres und von einem gewachsenen Netzwerk. Zugleich stehen neue Aufgaben an: Schulen noch stärker als Teil ihres Sozialraums zu verstehen, Kooperationen mit externen Partnern auszubauen und die Qualität auch in Zeiten knapper Ressourcen zu sichern.

Hintergrund

Ziel des Startchancen-Programms ist es, die Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen zu stärken und das Unterstützungssystem schulischer Bildung weiterzuentwickeln. Dabei sollen die rückläufige Kompetenzentwicklung von Schülerinnen und Schülern umgekehrt sowie der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg aufgebrochen werden.

Dazu investieren Bund und Länder über einen Zeitraum von zehn Jahren zusammen rund 20 Milliarden Euro – zielgerichtet in Schulen in räumlichen Lagen mit strukturell und soziodemografisch besonders herausfordernde Rahmenbedingungen.

In Sachsen-Anhalt wird das Programm vom Bildungsministerium in enger Kooperation mit dem Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung sowie dem Landesschulamt koordiniert.

Verteilt über alle Landkreise und kreisfreien Städten nehmen insgesamt 97 Schulen verschiedener Schulformen am Startchancen-Programm teil, darunter:

  • 58 Grundschulen
  • 3 Förderschulen
  • 17 Sekundarschulen
  • 10 Gemeinschaftsschulen
  • 1 Gymnasium
  • 1 Gesamtschule
  • 7 Berufsbildende Schulen

Die Schulauswahl erfolgte wissenschaftsgeleitet entlang von Indikatoren mit Fokus auf die Benachteiligungsdimensionen Armut und Migration sowie die Orientierung auf die Zielsetzungen des Startchancen-Programms.

Weiterführende Programm-Informationen für Schulen, Schulträger, Personengruppen aus dem Unterstützungssystem und Kooperationspartner sind auf dem Landesbildungsserver hinterlegt.

Text/Foto: Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt am 28. August 2025