Magdeburg. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (Foto) hat heute den Gesetzentwurf zur Ausbildungsförderung in der Podologie in den Landtag von Sachsen-Anhalt eingebracht. Das Gesetzesvorhaben zielt darauf ab, dass angehende Podologinnen und Podologen ab kommenden Herbst kein Schulgeld mehr zahlen mĂŒssen.
âMit der Schulgeldfreiheit fĂŒr angehende Podologinnen und Podologen erreichen wir ein zentrales politisches Ziel: KĂŒnftig mĂŒssen Auszubildende in allen Gesundheitsberufen, die in die ZustĂ€ndigkeit des Sozialministeriums fallen, kein Schulgeld mehr zahlenâ, betont die Ministerin. âSchulgeldfreiheit ist ein wichtiger Schritt, um die FachkrĂ€fte von morgen zu gewinnen und die Gesundheitsversorgung im Land langfristig zu stĂ€rken. Wir steigern die AttraktivitĂ€t der Podologieausbildung und schaffen neue Anreize fĂŒr junge Menschen, sich fĂŒr diesen zukunftssicheren Gesundheitsberuf zu entscheiden.
Der Gesetzentwurf ist ein Gewinn fĂŒr die Auszubildenden, fĂŒr die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sowie fĂŒr die Schulen und AusbildungsstĂ€tten. Sie erhalten nun die nötige finanzielle StabilitĂ€t, um qualifiziertes Lehrpersonal zu halten und angehenden Podologinnen und Podologen den Weg in den Beruf zu ebnen â ohne finanzielle HĂŒrden. Mein ausdrĂŒcklicher Dank gilt den Koalitionsfraktionen fĂŒr ihre UnterstĂŒtzung und den politischen RĂŒckenwind.â Der Gesetzentwurf wird nun weiter in den FachausschĂŒssen beraten und bereits im Juni zur Beschlussfassung erneut in den Landtag eingebracht.
Mit dem Gesetzentwurf will die Landesregierung die Grundlage dafĂŒr schaffen, dass bereits ab Herbst die ersten Auszubildenden mit gesicherter Schulgeldfreiheit starten können. Das bedeutet auch Planungssicherheit fĂŒr die Schulen im Land.
Hintergrund:
Die Podologie wird hĂ€ufig mit kosmetischer FuĂpflege verwechselt. TatsĂ€chlich handelt es sich aber um einen eigenstĂ€ndigen medizinischen Fachberuf, der insbesondere bei der Behandlung des diabetischen FuĂsyndroms eine entscheidende Rolle spielt. Eine unzureichende Versorgung kann im schlimmsten Fall zu Amputationen fĂŒhren.
Text/Foto: Ministerium fĂŒr Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung am 14. Mai 2025