Minister Sven Schulze stellt 10-Punkte-Plan zur BekÀmpfung der Afrikanischen Schweinepest vor

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Wirtschafts- und Landwirtschaftsminister Sven Schulze (Foto) hat heute im Kabinett ĂŒber den Sachstand zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) informiert.

In einem 10-Punkte-Plan hat der Minister Maßnahmen erlĂ€utert, die im Fall eines ASP-Ausbruchs, sowohl im Hausschwein- als auch im Schwarzwildbestand umgehend greifen sollen. Demnach sollen u.a. das Krisenmanagement neu strukturiert, Finanzmittel fĂŒr die Ausbildung und den Einsatz von Kadaver-Suchhunden und Equipment bereitgestellt sowie kreisĂŒbergreifende TierseuchenĂŒbungen auf Landes- und Landkreisebene durchgefĂŒhrt werden.

„Im schlimmsten Fall ist es nicht eine Frage, ob das Land Sachsen-Anhalt von der Afrikanischen Schweinepest betroffen sein wird, sondern wann“, so Schulze. „HierfĂŒr ist es wichtig, bestmöglich vorbereitet zu sein. Das gilt fĂŒr die kommunale als auch fĂŒr die Landesebene. Aus diesem Grund habe ich das Thema ‚Afrikanische Schweinepest‘ zur Chefsache erklĂ€rt und StaatssekretĂ€r Gert Zender zum Leiter des Krisenstabes ernannt.“

Derzeit sind noch keine ASP-FĂ€lle in Sachsen-Anhalt gemeldet worden. Alle Informationen zum aktuellen Handlungsleitfaden des Ministeriums finden Sie im beigefĂŒgten Handout und auf den Internetseiten des Ministeriums fĂŒr Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten unter: www.mwl.sachsen-anhalt.de/asp

Hintergrund:

Die Afrikanische Schweinepest ist eine schwere Virusinfektion bei Haus- und Wildschweinen. Sie verlĂ€uft fĂŒr die Tiere in der Regel innerhalb von einer bis anderthalb Wochen tödlich. Auf den Menschen ist das Virus nicht ĂŒbertragbar.

Im Seuchenfall mĂŒssen Tiere im Hausschweinebestand getötet werden, Schlachthöfe in Restriktionszonen mĂŒssen ggf. schließen. Der Absatzmarkt fĂŒr (Wild-) Schweinfleisch bricht weg. Der fleischverarbeitenden Industrie entsteht ein Schaden in Millionenhöhe.

Foto (c) CDU Sachsen-Anhalt