Magdeburg. Kaum da und doch schon in den Top 20 aller Medizin-Podcasts in Deutschland: Das Klinikum Magdeburg hat vor knapp einer Woche eine Serie rund um das Thema Infektiologie veröffentlicht – mit vollem Erfolg: In nur wenigen Stunden folgten hunderte Klicks, nach nur einem Tag Platz 13 in den Apple Medizin-Podcast-Charts. Das Besondere: Um auch True-Crime-Fans abzuholen, ist jede Folge wie eine Kriminalgeschichte aufgebaut, bei der der „Täter“, also ein Erreger, verfolgt und im besten Falle „gestellt“ (diagnostiziert) und besiegt wird.
„True Crime, also wahre Kriminalfälle, sind in Deutschland seit jeher enorm beliebt“, erklärt Lisa Müller (Stabsstelle Marketing und Öffentlichkeitsarbeit), die die Idee zu dem ungewöhnlichen Podcast hatte und diesen auch moderiert. „Und wenn man sich mit Infektiologen unterhält, dann wird schnell klar, dass das sozusagen die Detektive unter den Ärzten sind – denn die Symptome sind oft diffus, vielen Keimen muss man erstmal auf die Schliche kommen. Ein Wortspiel später war True Keim geboren.“
Jede Folge beleuchtet daher einen neuen „Tatort“, von dem Vorgarten in Sachsen-Anhalt bis zu einer Höhle in Südamerika. In der ersten Folge geht es etwa um einen Schimmelpilz, der sich im Kopf eines Magdeburger Rentners angesiedelt hat – und sich erstmal als wahrer Tarnmeister entpuppt. „Solche Geschichten und dementsprechend eigentlich spannende Berufsbilder gehen in der schnelllebigen Medienlandschaft schnell unter“, so Müllers Kollege Marc Raschke, der den Podcast mitproduziert. „Um heutzutage als Krankenhaus und Arbeitgeber herauszustechen, muss man kreativ werden.“
Neben Infektiologen werden in künftigen Folgen auch ärztliche Kollegen anderer Bereiche, Hygienefachkräfte und weitere Mitarbeiter kleine Auftritte haben – so viel ist also sicher: Die Hörerschaft kann gespannt sein. „True Keim – Den Erregern auf der Spur“ ist auf Apple Podcasts, Spotify, Amazon, Deezer, Podimo, Listen Notes und Podigee verfügbar. Eine Ausweitung auf weitere Plattformen ist zeitnah geplant, die Veröffentlichung neuer Folgen etwa alle zwei bis drei Wochen geplant.
Text/Foto: Klinikum Magdeburg gGmbH