Hauptzollamt Magdeburg: PKW mit 100.060 unversteuerten Zigaretten vom Zoll festgestellt

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BAB 2 (ots) – Einsatzkr√§ften der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamtes Magdeburg gelang bei einer verdachtsunabh√§ngigen Kontrolle am 15. November 2021 auf dem Parkplatz W√ľstenforst (Nord) an der Bundesautobahn 2, ein Schlag gegen den Zigarettenschmuggel. Der verhinderte Steuerschaden bel√§uft sich auf √ľber 16.500 Euro.

Die Zollbediensteten w√§hlten einen mit einem m√§nnlichen polnischen Staatsb√ľrger besetzten Personenkraftwagen aus dem laufenden Verkehr der Bundesautobahn 2 in Richtung Hannover aus und leiteten diesen auf den Parkplatz W√ľstenforst (Nord). Die Bediensteten stellten sich gegen√ľber dem Fahrzeugf√ľhrer vor und baten diesen sich auszuweisen. Der Fahrzeugf√ľhrer wies sich aus, aber Fahrzeugpapiere f√ľhrte er nicht mit sich. Selbst zur Fahrtroute konnte er keine genauen Angaben t√§tigen.

Der Fahrer des PKW gab auf Nachfrage an, dass er ungef√§hr 300 Zigaretten mit sich f√ľhrte. Die Zollbediensteten baten den Fahrer aus dem Fahrzeug, um dieses kontrollieren zu k√∂nnen. Allein bei der Kontrolle des Kofferraums fanden die Bediensteten eine beachtliche Menge an Zigaretten.

Aufgrund der Gesamtumst√§nde und um das gesamte Fahrzeug genauer kontrollieren zu k√∂nnen, verbrachten die Zollbediensteten den Fahrer mit seinem Fahrzeug zum HZA Magdeburg. Die genauere PKW-Kontrolle ergab insgesamt 100.060 St√ľck Zigaretten und einen zus√§tzlichen Satz Kennzeichen. Der Gro√üteil der Zigaretten befand sich im Kofferraum sowie in der Reserveradmulde. Aber auch im Fu√übereich des PKW wurden die Bediensteten f√ľndig. Unter einer schwarzen Decke kam z.B. ein aufgeschnittener Karton mit 25 Stangen Zigaretten zum Vorschein.

Vor Ort wurde ein Strafverfahren gegen den Fahrer eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen hat das zust√§ndige Zollfahndungsamt Hannover √ľbernommen, welche derzeit andauern.

Hintergrund:

Die Kontrolleinheit Verkehrswege ist auftragsgem√§√ü u.a. auf der Suche nach nicht angemeldeten verbrauchsteuerpflichtigen Waren, wie Zigaretten oder Alkohol sowie Waren, welche ggf. Verboten und Beschr√§nkungen unterliegen (z.B. Drogen oder Waffen). Bei der Reise innerhalb von EU-Staaten gilt eine Freimenge von 800 St√ľck Zigaretten. Diese m√ľssen allerdings zum eigenen Verbrauch bestimmt sein. Da im vorliegenden Fall die Frei-menge erheblich √ľberschritten wurde und ein gewerblicher Zweck des Verkaufs unterstellt werden konnte, wurde durch die Zollbediensteten ein Strafverfahren lt. Paragraph 370 Abgabenordnung wegen Steuerhinterziehung eingeleitet. Der Paragraph 370 der Abgabenordnung sieht im Falle der Steuerhinterziehung eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu f√ľnf Jahren vor.