Corona-Proteste in Magdeburg: Polizei zieht Bilanz

Veröffentlicht in: Polizeirevier Magdeburg | 0

Magdeburg | Ca. 350 Menschen versammelten sich am gestrigen Tag gegen 17:00 Uhr auf dem Alten Markt zu einer ‚ÄěZivilgesellschaftlichen Kundgebung gegen die Coronaproteste‚Äú. Die angemeldete Versammlung verlief st√∂rungsfrei und war gegen 18:30 Uhr beendet.

Weniger als 700 Menschen folgten gegen 18:00 Uhr wiederum den Aufrufen in den sozialen Netzwerken, sich am Montag, 17. Januar 2022, an einer nicht angemeldeten Versammlung, trotz bestehender Allgemeinverf√ľgung mit entsprechenden Beschr√§nkungen (1,50 Meter Abstand, Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, ortsfest) in der Magdeburger Innenstadt zu beteiligen. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Bereich Domplatz / Breiter Weg wurde durch die Polizei √ľber den Lautsprecherwagen die Bestimmungen der Allgemeinverf√ľgung mehrfach bekanntgegeben. Nachdem sich ein Aufzug formierte, erfolgte die Aufl√∂sungsverf√ľgung durch die Polizei.

Ein Aufzug konnte durch eingerichtete Polizeisperren verhindert werden.

Vereinzelte Durchbruchversuche konnten √ľberwiegend mittels einfacher k√∂rperlicher Gewalt und in einem Fall unter Einsatz von Pfefferspray verhindert werden. Es kam weiterhin zu einem Flaschenwurf auf Polizeibeamte. Der T√§ter konnte identifiziert werden. Es erfolgt die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens.

Auch am gestrigen Tag kam es zu zahlreichen Identitätsfeststellungen (zum Zeitpunkt der Meldung lagen noch keine konkreten Zahlen vor).

Die Polizei pr√ľft die Einleitung von Ordnungswidrigkeitsverfahren, √ľberwiegend wegen des Versto√ües gegen das Versammlungsgesetz, als auch die Verf√ľgung von individuellen Bereichsbetretungsverboten.

Einsatzkräfte wurden nach bisherigem Kenntnisstand nicht verletzt.

Neben den erheblichen Behinderungen des Individualverkehrs im Innenstadtbereich musste auch der Straßenbahnverkehr im Bereich Breiter Weg zeitweise gestoppt werden.

Neben eigenen Kräften der Polizeiinspektion Magdeburg und der Landesbereitschaftspolizei waren auch Kräfte der Bundespolizei im Einsatz.