Stuttgart. Das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team befindet sich nach Start der zweiten SaisonhĂ€lfte in allen WM-Wertungen in den Top 3. Dass sich sowohl Weltmeister Pascal Wehrlein als auch Teamkollege AntĂłnio FĂ©lix da Costa in der Fahrer-WM auf den RĂ€ngen 2 und 3 befinden, zeugt von einer starken Teamleistung. Als einziges Team im Feld holte das Porsche-Werksteam bei bislang jedem Saisonrennen Punkte. Die Punkte-Serie erstreckt sich sogar ĂŒber die letzten 19 Rennen â mit einem Abstand von 11 Rennen gegenĂŒber dem nĂ€chstbesten Team. Auch in der Herstellerwertung rangiert Porsche an zweiter Stelle.
Die gute Ausgangslage fĂŒr die verbleibenden 7 Rennen basiert auf einer erneut verbesserten Qualifying-Performance im Vergleich zur Vorsaison. Der Mannschaft aus Weissach gelingt hĂ€ufiger als anderen der Sprung in die Duelle. Wehrlein meisterte in Tokio gar zum 34. Mal eine Gruppenphase â ein Rekord in der Formel E.
Porsche-Bilanz in Shanghai
WĂ€hrend die Elektro-WM am Wochenende erst zum zweiten Mal in Shanghai gastiert, ĂŒberschreitet Wehrlein in der chinesischen Metropole die persönliche Marke von 90 E-Prix-Starts seit seinem ersten Rennen 2019. Im Vorjahr holte er Platz 2 im Samstagsrennen auf der verkĂŒrzten Formel-1-Strecke. Am Sonntag kam er nach einer BerĂŒhrung auf Platz 20 ins Ziel, wĂ€hrend Teamkollege da Costa das Rennen gewann. Der Portugiese wiederum war einen Tag zuvor nur Achtzehnter geworden infolge einer Strafe. Den Zielstrich hatte er als FĂŒnfter ĂŒberquert.
Die 3,051 Kilometer lange Variante des Shanghai International Circuit ist eine permanente Rennstrecke mit zahlreichen breiten und schnellen Abschnitten. Die hohen Geschwindigkeiten rĂŒcken das Windschattenfahren in den Fokus.
Vierter Einsatz des Schnellladens wÀhrend des Rennens
Am Samstag kommt auĂerdem der Pit Boost wieder zum Einsatz â das vierte Mal ĂŒberhaupt. Beim 34 Sekunden kurzen Pflichtboxenstopp wĂ€hrend des Samstagsrennens flieĂen 3,85 kWh Strom in den Akku (10 %) â innovatives Schnellladen mit 600 kW Leistung. Zum Vergleich: Das Formel-E-Safety-Car, der StraĂensportwagen Porsche Taycan Turbo GT, lĂ€dt mit bis zu 320 kW.
Einen Techniktransfer in die Serie demonstriert das Ladesystem CCS (Combined Charging System): Buchse und Stecker von Rennfahrzeug 99X und den elektrischen Porsche-StraĂenfahrzeugen gleichen einander. Das CCS kombiniert die Möglichkeit des Wechselstromladens mit der Möglichkeit des Gleichstromladens, ermöglicht also das schonendere Laden beispielsweise daheim und das leistungsstarke Schnellladen unterwegs.
ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft â PunktestĂ€nde nach 9 von 16 Rennen
Fahrerwertung
1. Oliver Rowland (GBR), 161 Punkte
2. Pascal Wehrlein (GER), 84 Punkte
3. António Félix da Costa (POR), 73 Punkte
5. Jake Dennis (GBR), 56 Punkte
12. Dan Ticktum (GBR), 43 Punkte
17. Nico MĂŒller (SUI), 24 Punkte
22. David Beckmann (GER), 0 Punkte
Teamwertung
1. Nissan Formula E Team (JPN), 172 Punkte
2. TAG Heuer Porsche Formel-E-Team (GER), 157 Punkte
3. Mahindra Racing Formula E Team (GBR), 99 Punkte
6. Andretti Formula E (USA), 80 Punkte
10. CUPRA KIRO (USA), 43 Punkte
Herstellerwertung
1. Nissan, 256 Punkte
2. Porsche, 212 Punkte
3. Stellantis, 148 Punkte
Die Formel E live im TV und im Internet
Die Saisonrennen 10 und 11 starten am 31. Mai und 1. Juni jeweils um 15:05 Uhr Ortszeit (9:05 Uhr MESZ), das Qualifying beginnt an beiden Tagen um 10:20 Uhr Ortszeit (4:20 MESZ).
Deutschland: Alle Qualifyings und Rennen live im deutschen Fernsehen zeigt der frei empfangbare Sender DF1. Parallel streamt ServusTV im Internet (servustv.com).
Ăsterreich: ZusĂ€tzlich zum Internet-Livestream von ServusTV laufen die Qualifyings und Rennen in Ăsterreich auf dem zugehörigen Free-TV-Kanal.
Schweiz: Der Livestream zu allen Qualifyings und Rennen unter servustv.com steht auch in der Schweiz zur VerfĂŒgung. Haushalte des Telekommunikationsanbieters Swisscom können alle Rennen live auf dem Kanal blue Sport verfolgen.
Pay-TV: Ebenfalls live zeigen die Rennen auch der Bezahlsender Eurosport 2 und die kostenpflichtigen Streaming-Dienste discovery+ und DAZN.
Stimmen zum Shanghai E-Prix
Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E: âIn China sind wir wieder auf einer permanenten Rennstrecke am Start. Das bedeutet, dass wir ein etwas anderes Racing sehen werden als zuletzt in Tokio. Die Rennen werden sehr taktisch geprĂ€gt sein. Es wird viele Ăberholmanöver geben. Das Energiemanagement spielt eine groĂe Rolle. Vergangene Saison waren wir in Shanghai sehr stark. Daran knĂŒpfen wir an und freuen uns auf die zwei Rennen.“
Pascal Wehrlein, Porsche-Werksfahrer (#1): âIn den Wochen bis zum Rennen in Shanghai steht viel Racing fĂŒr mich auf dem Programm. Wir arbeiten im Simulator und ich bin im Endurance-Programm mit Porsche Penske Motorsport im Einsatz. Darauf freue ich mich. Vergangene Saison stand ich in Shanghai im ersten Rennen mit Platz 2 auf dem Podium. Ich denke, dieses Mal sollten wir dort erneut stark sein.“
AntĂłnio FĂ©lix da Costa, Porsche-Werksfahrer (#13): âMit Shanghai verbinde ich sehr viele positive Erinnerungen aus dem vergangenen Jahr. Wir haben dort ein Rennen gewonnen und unser Paket war insgesamt viel stĂ€rker als zuvor. Daher freue ich mich auf Shanghai â insbesondere nach einem nicht so guten Ergebnis in Tokio, was die Punkteausbeute betrifft. Aber wir haben viel gelernt und gehen daher zuversichtlich in das Rennwochenende in China.“
Porsche in der Formel E
2024/2025 bestreitet Porsche seine sechste Formel-E-Saison. Neben dem werkseigenen TAG Heuer Porsche Formel-E-Team startet das US-Kundenteam Andretti Formula E mit dem hocheffizienten Porsche 99X Electric der neusten Generation GEN3 Evo. Mit Cupra Kiro nimmt erstmals ein zweites Porsche-Kundenteam teil und setzt dabei auf 99X-Technik der VorgĂ€ngergeneration GEN3. In der Formel E gewinnt die Marke wertvolle Erkenntnisse fĂŒr ihre Seriensportwagen.
Foto: Pascal Wehrlein, TAG Heuer Porsche Formel-E-Team, Porsche 99X Electric (#1), ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft, Preview China, 2025, (c) Porsche AG