Wohnungsbaugipfel: Licht und Schatten f√ľr Verbraucher

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Die Bundesregierung hat im Zuge des Wohnungsbaugipfels ein Maßnahmenpaket vorgestellt, um mehr Wohnraum in Deutschland zu schaffen. Am Gipfel nahm auch Ramona Pop (Foto), Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), teil, die das Maßnahmenpaket wie folgt kommentiert:

„Das neue Ma√ünahmenpaket der Bundesregierung zum heutigen Wohnungsbaugipfel enth√§lt Licht und Schatten.

Es ist sicherlich sinnvoll, die Baukonjunktur kurzfristig anzukurbeln. Aber mittel- und langfristig werden diese Maßnahmen nicht ausreichen, um Wohnen und Energiekosten bezahlbar zu halten.

Die geplanten Vereinfachungen und Steuererleichterungen f√ľr die Bauwirtschaft sollten auch daran gekoppelt werden, dass ausreichend bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird und die Klimaziele nicht aus dem Blick geraten.

Mit dem Ma√ünahmenpaket verbessert die Bundesregierung kurzfristig die F√∂rderbedingungen in der Bundesf√∂rderung f√ľr effiziente Geb√§ude (BEG). F√ľr die Beschleunigung der W√§rmewende ist das ein gutes Zeichen. Allerdings sollten die F√∂rders√§tze f√ľr Ma√ünahmen an der Geb√§udeh√ľlle dauerhaft angehoben werden, um attraktive Bedingungen und Planungssicherheit f√ľr alle Verbraucher:innen zu gew√§hrleisten. Mittel- und langfristig sichert dies bezahlbare Energiekosten.

Zudem darf die Bundesregierung die Verbesserung der Energieeffizienz im Gebäudebestand nicht auf die lange Bank schieben, weder in Deutschland noch in Europa. Besser wären höhere Standards und eine ausreichende staatliche Finanzierung der privaten Haushalte, damit Energie bezahlbar bleibt und eine sozial gerechte Wärmewende stattfindet.

Im Ma√ünahmenpapier fehlen bedauerlicherweise s√§mtliche mietrechtliche Aspekte, wie die Absenkung der Kappungsgrenze bei Mieterh√∂hungen und die Verl√§ngerung der Mietpreisbremse, auf die sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag verpflichtet hat.“
Foto (c) Die Hoffotografen GmbH / Christine Blohmann / vzbv

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