Umweltministerium fördert Verbesserung der Trinkwasserversorgung im Südharz

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Sachsen-Anhalt. Umwelt-Staatssekretär Dr. Steffen Eichner hat heute in Sangerhausen zwei Förderbescheide über insgesamt gut 1,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) an den Wasserverband „Südharz“ überreicht. Insgesamt wird der Verband rund 2,94 Millionen Euro investieren, um die Trinkwasserversorgung in der Region um Roßla und in Kelbra (Landkreis Mansfeld-Südharz) für rund 3.500 Menschen zu verbessern.

Eichner sagte: „Trinkwasser ist das wertvollste Lebensmittel des Menschen; die Versorgung mit diesem lebenswichtigen Gut hat daher auch in Sachsen-Anhalt Priorität. Wie in der Gemeinde Südharz fördern wir landesweit viele Investitionen, damit Sicherheit und Qualität der Trinkwasserversorgung weiter auf hohem Niveau bleiben. Zudem unterstützen wir zahlreiche Vorhaben zur Verbesserung der Abwasserbeseitigung. 2022 stehen für beide Bereiche voraussichtlich rund 17 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung.“

Die Geschäftsführerin des Wasserverbands „Südharz“, Dr. Jutta Parnieske-Pasterkamp, fügte hinzu: „Durch die Investition im Versorgungsgebiet Roßla wird hartes Wasser durch weiches Fernwasser ersetzt. Das ist eine große Erleichterung für unsere Bürgerinnen und Bürger sowie auch für den Wasserverband. Im Südharz und in der Goldenen Aue setzen wir, überall dort, wo es möglich und nötig ist, auf eine zentrale und damit stabile und sichere Trinkwasserversorgung. Und dank der Fördermittel können wir das Trinkwasser auch zu vernünftigen Gebühren anbieten.“

Die Investitionen im Detail:

In der Gemeinde Südharz erhalten rund 3.240 Menschen in den Ortsteilen Roßla, Wickerode, Bennungen und Dittichenrode ihr Trinkwasser derzeit über zwei Tiefbrunnen ohne Aufbereitung. Um die Trinkwasserversorgung der Einwohnerinnen und Einwohner zu verbessern, investiert der Wasserverband u.a. in eine neue gut fünf Kilometer lange Verbindungsleitung zur Anbindung an das Versorgungsgebiet Sangerhausen. Die zweite Investition betrifft die Erneuerung von knapp 1,5 Kilometern Trinkwasserleitungen in der Ortslage Kelbra. Davon werden rund 260 Menschen profitieren.

Hintergrund:

Der Wasserverband „Südharz“ mit Sitz in Sangerhausen versorgt etwa 54.300 Einwohnerinnen und Einwohner im Altkreis Sangerhausen mit Trinkwasser und ist darüber hinaus für die Abwasserbeseitigung von rund 16.500 Haushalten in den Mitgliedsgemeinden Stadt Allstedt, Verbandsgemeinde „Goldene Aue“, Verbandsgemeinde „Mansfelder Grund-Helbra“, Stadt Sangerhausen, Einheitsgemeinde Südharz und Stadt Mansfeld zuständig. Der Verband und dessen Vorgänger haben seit 1995 rund 32,5 Millionen Euro Fördermittel für 80 Vorhaben erhalten, davon 26,8 Millionen Euro für 57 Investitionen im Abwasserbereich und 5,8 Millionen Euro für 23 Vorhaben in der Wasserversorgung.

Foto © MWU/Harald Krieg