In der Ukraine verschärft sich die militärische Lage weiter, während zugleich der Mangel an Personal immer deutlicher zutage tritt. Nach Angaben unseres Korrespondenten Christoph Wanner in Kiew gelten derzeit vier Frontabschnitte als akute Brennpunkte: In der Region Charkiw kommt es in Kupjansk zu Häuserkämpfen, die Lage bleibt unübersichtlich. In der Region Donezk konzentrieren sich die Gefechte auf den Ballungsraum Pokrowsk. Weiter südlich meldet Saporischschja russische Durchbrüche nahe Huljajpole.
Ein neuer Brennpunkt entsteht zudem im Gebiet Dnipropetrowsk, wo russische Kräfte bei Nowopawliwka in der Nacht überraschend vorgerückt sein sollen. Gleichzeitig belastet die geringe Truppenstärke die ukrainische Verteidigung. Vorstöße zur Senkung des Rekrutierungsalters auf 22 bis 23 Jahre stoßen auf Widerstand, auch weil Präsident Selenskyj wegen eines schweren Korruptionsskandals unter politischem Druck steht.
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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 16. November 2025
