Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben drei Bohrplattformen des russischen Ölkonzerns Lukoil angegriffen. Die Anlagen sollen mit Drohnen ins Visier genommen und dabei direkt getroffen worden sein. Nach Darstellung der ukrainischen Streitkräfte dienten die Bohrplattformen der Unterstützung der russischen Besatzungsarmee. Das Ausmaß möglicher Schäden werde derzeit noch untersucht. Von russischer Seite gab es zunächst keine offizielle Stellungnahme.
Der Angriff fällt in eine Phase, in der der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine länger andauert als der sogenannte „Große Vaterländische Krieg“. Nach Einschätzung von Beobachtern ist der Konflikt inzwischen zu einem Abnutzungs- und Stellungskrieg geworden. Russland setzt demnach bewusst nur begrenzte militärische und wirtschaftliche Ressourcen ein, um innenpolitische Spannungen, internationale Isolation oder eine Eskalation durch Atomwaffen zu vermeiden. Gleichzeitig gelingt es keiner Seite, einen entscheidenden militärischen Durchbruch zu erzielen.
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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 12. Januar 2026
