Theater des Jahres zieht Bilanz: Mehr Besuchende und Einnahmen

Veröffentlicht in: Magdeburg | 0

Magdeburg. Das Theater Magdeburg blickt auf ein außergewöhnliches Jahr zurück: Es wurde als „Theater des Jahres“ ausgezeichnet und erhielt im Rahmen des Deutschen Theaterpreises DER FAUST den Perspektivpreis der Länder. Über 167.000 Zuschauende (2024: 159.549) besuchten die 913 Vorstellungen. Die Auslastung lag somit bei 84,9 % (2024: 85,7 %). Insgesamt wurden Einnahmen von über 3,8 Millionen Euro erwirtschaftet und konnten im Vergleich zum Vorjahr 2024 um 400.000 Euro erhöht werden.

„2025 war geprägt von großen Erfolgen: Theater des Jahres, DER FAUST-Perspektivpreis, Martin-Linzer-Theaterpreis sowie Produktionen, die weit über Magdeburg hinaus wahrgenommen wurden wie „Blutbuch“ beim Berliner Theatertreffen und Heidelberger Stückemarkt, „Onkel Werner“ bei den Autor:innenTheaterTagen am Deutschen Theater Berlin oder „Alice im Wunderland“ in der Schweiz. Diese Auszeichnungen sind das Ergebnis des Engagements, der Professionalität und der künstlerischen Leidenschaft aller Mitarbeitenden“, betont Generalintendant Julien Chavaz.
„Unser Haus setzte nicht nur künstlerische, sondern auch wirtschaftliche Maßstäbe: Die Einnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 400.000 Euro auf über 3,8 Millionen Euro. Damit ist 2025 das einnahmenstärkste Jahr in der Geschichte unseres Hauses. Zudem konnten wir in den letzten zwölf Monaten mehr Menschen für das Theater Magdeburg begeistern. Die Anzahl der Zuschauenden lag 2025 bei 167.383 und 2024 bei 159.549“, kommentiert Verwaltungsdirektorin Bettina Pesch die aktuellen Zahlen.

Im Jahr 2025 feierte das Theater Magdeburg 23 mehrheitlich ausverkaufte Premieren im Opern- und Schauspielhaus. Die Sparte Musiktheater spielte acht Premieren. Zu den Publikumslieblingen zählten „La traviata“, „Clivia“ und „Tannhäuser“ mit Auslastungen von 86,9 %, 77,5 % und 71,4 %. Alle Rekorde brach 2025 das DomplatzOpenAir „The Addams Family“. Die 18 Vorstellungen waren erstmals Monate vor der Premiere ausverkauft und lockten insgesamt 22.887 Zuschauende nach Magdeburg.

Zu den 12 Schauspielpremieren gehörte auch die beliebte Tradition des Weihnachtsmärchens. Die Geschichte „Robin Hood“ sahen etwa 15.500 große und kleine Gäste. Die nahezu immer ausverkaufte Deutsche Erstaufführung „Minihorror“ erfreute sich einer Auslastung von 98,1 %. Zu den Publikumsrennern zählten zudem Stefan Zweigs „Schachnovelle“ (99,7 %) Charly Hübners Regiedebüt „Krieg und Frieden“ (99,8 %), die von der Band „Tokio Hotel“ inspirierte Uraufführung „Schrei so laut du kannst“ (99,8 %) sowie das immer ausverkaufte Regiedebüt von Bastian Lomsché „Indien“ mit einer Auslastung von 100 %.

36 Konzerte spielte die Magdeburgische Philharmonie. Dazu zählen die ausverkauften Weihnachts-, Neujahrs- und Gedenkkonzerte ebenso wie die von mehr als 10.000 Menschen besuchten Sinfonie- und Kammerkonzerte. Große Erfolge feierte auch die Ballettsparte: So waren die Uraufführungen „Carmen/Morgenröte eines Stiers“ und „Ein Sommernachtstraum“ zu 99,1 % und 96,8 % ausgelastet.

Foto: Schauspielhaus (c) Nicole Eggeling