Stromausfall im Berliner Südwesten: In Zehlendorf sitzen tausende Menschen ohne Heizung, Internet und Licht. Reporterin Philippa Vögeding berichtet vom Rathaus Zehlendorf als Not-Anlaufpunkt mit Strom, Wärme und Lademöglichkeiten. Rund 45.000 Haushalte sind betroffen, erste Teile bekommen wieder Energie. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung an einer Kabelbrücke, Spuren wurden gesichert. Brisant: Ein Bekennerschreiben der linksradikalen Vulkangruppe soll eingegangen sein. Warum dauern die Reparaturen bis Donnerstag – und wie gut ist Deutschlands kritische Infrastruktur geschützt?
Warum ist ein Stromausfall im Winter so schnell ein Sicherheitsproblem? Ohne Strom fallen Heizung, warmes Wasser, Licht, Internet und oft auch Mobilfunk aus. Dazu kommen Risiken durch ausgefallene Ampeln, Alarmanlagen und dunkle Straßen. Besonders belastend ist das für Menschen in Hochhäusern, Pflegebedürftige und alle, die auf Aufzüge oder medizinische Geräte angewiesen sind.
Warum dauert die Reparatur an einer Kabelbrücke so lange? Wenn mehrere Starkstromkabel beschädigt sind, müssen Techniker die Leitungen sichern, prüfen und abschnittsweise neu verbinden. Das ist aufwendig, weil Arbeiten unter hoher Sicherheitsauflage laufen und Ersatzteile, Freigaben und Tests Zeit kosten. Parallel müssen Netze stabil hochgefahren werden, damit es keine Folgestörungen gibt.
Was bedeutet ein Bekennerschreiben für die Ermittlungen? Ein Schreiben kann Hinweise liefern, ist aber nicht automatisch echt. Polizei und Staatsschutz prüfen Sprache, Technik, Verbreitung und mögliche Trittbrettfahrer. Entscheidend sind Spuren am Tatort, Zeugen, Videoauswertung und forensische Ergebnisse. Erst danach lässt sich bewerten, ob eine politisch motivierte Tat vorliegt.
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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 04. Januar 2026
