MegaMillions: Amerikanischer Wahnsinns-Jackpot

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Einige Lotterien in den USA bringen es regelmäßig auf sehr üppige Jackpots. Eines der bekanntesten Spiele, das zudem sogar von Deutschland aus spielbar ist, ist MegaMillions.

Jena/New York. Der Jubelschrei dürfte wahrscheinlich auf der ganzen Straße zu hören gewesen sein. Am 14. April erst gewann eine nicht näher genannte Person aus dem New Yorker Stadtteil Queens (genauer: Ozone Park) die unglaubliche Summe von 483 Millionen US-Dollar – und das nur, weil eine Maschine Lottokugeln mit denselben Zahlen ausgeworfen hatte, die diese Person zuvor getippt hatte.

MegaMillions heißt die Lotterie, die diesen glücklichen Sieger produzierte. Und so, wie vieles andere in den USA, so ist auch ihr Prinzip und vor allem die möglichen Jackpots auf „US-Niveau“. Und nicht nur das: Sogar deutsche Spieler können mitmachen. Dafür stellt der Anbieter Lottoland die wichtigste Anlaufstelle dar. Dieser Spezialist für Lotterien hat in seinem reichhaltigen Portfolio unter vielen anderen Lotterien auch MegaMillions inkludiert.

Mitmachen ist keinen Deut schwieriger als auf dieser Plattform an irgendeiner anderen Lotterie teilzunehmen: Account eröffnen, Daten durch Lottoland verifizieren lassen und lostippen. Entweder als Quicktipp mit automatisierter Vergabe der Glückszahlen oder mit voller Kontrolle bei der manuellen Tippabgabe – einfacher geht es nicht. Passend. Denn obwohl MegaMillions extreme Gewinnsummen kennt, handelt es sich ebenfalls nicht um eine schwierig zu verstehende oder komplex aufgebaute Lotterie:

MegaMillions: mit 5 aus 70 und 1 aus 25 zum Mega-Reichtum

Wer jemals schon deutsches Lotto gespielt hat (insbesondere noch das alte System mit der Zusatzzahl), der wird beim Prinzip der MegaMillions eine Menge Parallelen erkennen – und nicht großartig umdenken müssen.

Basis ist ein Spielprinzip aus zwei unterschiedlichen Kugelsätzen. Einer ist mit den Zahlen bis 70 beschriftet, der andere geht nur bis 25 – letzterer wird als MegaBall bezeichnet.

Getippt wird nach dem 5+1-System. Bedeutet, Spieler suchen sich fĂĽnf Zahlen aus dem ersten Kugelsatz bis 70 aus und eine weitere aus dem MegaBall-Satz. Je nachdem, wie viele „Richtige“ ein Spieler hat, sind damit auf einen Schlag sämtliche finanziellen Fragen fĂĽr ihn beantwortet – fĂĽr immer. 

Denn der Grundgedanke von MegaMillions ist es, wirklich „dicke Pötte“ auszuschütten. Grundsätzlich enthält der Jackpot für diejenigen, die fünf Richtige plus MegaBall getippt haben, niemals weniger als 40 Millionen US-Dollar – zum Vergleich: Der höchste Einzeljackpot im deutschen 6aus49 Lotto betrug 45 Millionen Euro.

Und was, wenn jemand nicht so viel Glück auf einmal hat? Nun, selbst in dem Fall sorgt MegaMillions mitunter für ein komfortables – und für jeden Sieger garantiertes – Finanzpolster. Ausgehend von einem Basis-Tipp verteilen sich die Gewinnsummen folgendermaßen:

  • 5+0:                1,0 Mio. $
  • 4+MB:             10.000 $
  • 4+0:                500 $
  • 3+MB:             200 $
  • 2+MB:             10 $
  • 1+MB:             4 $

Die mitunter dramatisch wirkenden Unterschiede erklären sich mit der Gestaltung von MegaMillions: Mittlerweile macht der Jackpot, also 5+MB, etwa ¾ des gesamten verfügbaren Gewinnbetrags aus. Das soll nicht zuletzt die Attraktivität dieser Lotterie insgesamt steigern.

Ebenfalls zu diesem Grundgedanken trägt das sogenannte Megaplier-Prinzip bei. Im Tausch gegen einen leicht erhöhten Ticketpreis können alle Teilnehmer auf eine Multiplikation ihrer Gewinne hoffen, die unterhalb des Jackpots liegen (sprich, bis einschließlich 5+0). Je nachdem, um welche Tippklasse es sich handelt, sprechen wir von einer Verdoppelung, Verdrei-, Vier- oder Verfünffachung. Megaplier ist überall möglich, wo MegaMillions angeboten wird – mit Ausnahme des Bundesstaats Kalifornien. Apropos:

MegaMillions: Jackpots, die kaum noch fassbar sind

Eine Lotterie mit dermaßen hohem Mindest-Jackpot lässt sich naturgemäß nicht im Kleinen aufziehen und betreiben. Hinter MegaMillions steht daher ein Konglomerat. Es umfasst die jeweiligen Lotterien fast aller US-Bundesstaaten. Lediglich Alabama, Alaska, Hawaii, Nevada und Utah machen nicht mit. Der Grund dafür: In diesen Staaten ist der Verkauf von Lotterietickets generell untersagt.

Allerdings ist der Mindest-Jackpot nur das eine. Das andere sind die maximal möglichen Gewinne. Hier eine kleine Auswahl der höchsten Jackpots der vergangenen zehn Jahre:

  • 2013: 648 Mio. $
  • 2014: 414 Mio. $
  • 2015: 265 Mio. $
  • 2016: 536 Mio. $
  • 2017: 393 Mio. $
  • 2018: 1.537 Mio. $
  • 2019: 522 Mio. $
  • 2020: 414 Mio. $
  • 2021: 1.050 Mio. $
  • 2022: 1.337 Mio. $
  • 2023: 1.348 Mio. $

Übrigens findet sich hierunter kein Schreibfehler: Bereits viermal in seiner jüngsten Geschichte hat MegaMillions die magische Schwelle von einer Milliarde Dollar deutlich überschritten – und jedes Mal handelte es sich dabei um Einzelgewinne; es mussten sich also keine zwei Sieger die Summe teilen.

Was das Geld im Fall eines Sieges anbelangt, so werden jedoch deutsche Spieler ebenfalls nicht umhinkommen, im Fall der magischen „5+MB“ die vielleicht schwierigste Entscheidung ihres Lebens zu treffen: Alles sofort oder gestückelt ausbezahlt?

In den USA werden derart hohe Lottogewinne fast schon traditionell in Form einer Art jährlichen Rente ausbezahlt. MegaMillions stellt hierbei keine Ausnahme dar. Knifflig wird die Entscheidung nicht zuletzt deshalb, weil nur bei der gestückelten Auszahlung am Schluss die volle Jackpot-Summe ausbezahlt wurde. Wer alles auf einmal haben möchte, bekommt etwas weniger.

Ăśbrigens: Man mag es vielleicht kaum glauben, aber tatsächlich gab es in der Geschichte von MegaMillions schon mehrere Fälle, in denen sich niemand als Sieger meldete, obwohl die Zahlen getippt wurden. Der bislang höchste dieser „Unclaimed Prizes“ war ein 31-Millionen-Sieg. Er wartete 2007 in New York erfolglos auf jemanden, der ihn abholte. 

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Text: seopedom