Magdeburg darf beim Fernverkehr nicht länger auf dem Abstellgleis stehen. In der Aktuellen Debatte des Landtages zur Zukunft der ICE- und IC-Verbindungen hat der parlamentarische Geschäftsführer und verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Falko Grube (Foto), eine dauerhafte und verlässliche ICE-Anbindung der Landeshauptstadt gefordert. „Magdeburg muss einen ICE kriegen! Von Ost nach West, von Nord nach Süd. Nicht nur als Unfall bei Umleitungen. Nicht nur, wenn Intel vor der Tür steht. Immer. Regelhaft. Nach Fahrplan“, sagte Grube im Landtag.
Grube weiterhin: „Es kann nicht sein, dass es zwei Landeshauptstädte in dieser Republik gibt, die vom ICE abgeschnitten sind. Magdeburg und Potsdam. Und es kann nicht sein, dass das in Berlin kaum jemanden interessiert“.
Die SPD-Fraktion unterstützt deshalb die Forderung nach zusätzlichen Fernverkehrsverbindungen und einer neuen Nord-Süd-ICE-Achse über Stendal, Magdeburg und Halle. Die entsprechenden Konzepte liegen mit den Planungen des Landes bereits auf dem Tisch. Nun müsse der Bund die notwendigen Entscheidungen treffen.
„Wer etwas nicht will, findet Gründe. Wer etwas will, findet Wege. Ich sage: es wird Zeit, dass der ICE den Weg nach Magdeburg findet!“, so Grube. Zugleich warnte der SPD-Politiker davor, die Debatte allein auf einzelne Fernverkehrsverbindungen zu verengen. Entscheidend sei ein leistungsfähiges Gesamtsystem Schiene, das von verlässlichen Nahverkehrsangeboten über moderne Infrastruktur bis hin zu attraktiven Fernverkehrsverbindungen reiche.
„Für uns als SPD beginnt gute Bahnpolitik deshalb nicht erst auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke, sondern im Alltag der Menschen und genau dort muss sie sich bewähren“, betonte Grube.
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Text/Foto: SPD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt / René Wölfer am 23. Juni 2026
