Heranwachsender prahlt mit Schreckschusswaffe und wird per Untersuchungshaftbefehl gesucht

Veröffentlicht in: Bundespolizeiinspektion Magdeburg | 0

Magdeburg (ots) – Am Sonntag, den 10. Dezember 2023 erhielt die Bundespolizei in Magdeburg gegen 16:45 Uhr ĂŒber die kostenlose Bundespolizei-Hotline (0800 / 6888 000) einen Hinweis durch einen aufmerksamen Reisenden, dass sich in einem Regionalexpress von Berlin nach Magdeburg eine mĂ€nnliche Person mit einer Waffe befindet.

WĂ€hrend der Zugfahrt brĂŒstete der junge Mann sich gegenĂŒber seiner Begleiterin damit, dass er eine Waffe bei sich fĂŒhre und diese unbedingt ausprobieren möchte. Daraufhin informierte der Zeuge die Bundespolizei. Eine sofort alarmierte Streife begab sich zum Bahnsteig 3 des Hauptbahnhofes Magdeburg, um das PĂ€rchen zu lokalisieren.

Aufgrund der guten Personenbeschreibung des Zeugen konnte dieses identifiziert und kontrolliert werden. In einer mitgefĂŒhrten Tasche des 19-JĂ€hrigen konnte die eingangs erwĂ€hnte Schreckschusswaffe, ein Messer mit einer feststehenden Klinge von zwölf Zentimetern, Kartuschen-Munition und Pyrotechnik aufgefunden und sichergestellt werden. Zur DurchfĂŒhrung der weiteren strafprozessualen Maßnahmen wurde der Polizeipflichtigen mit zur Dienststelle genommen.

Bei der ÜberprĂŒfung seiner Personalien in der Fahndungsdatei der Polizei stellte sich zudem heraus, dass gegen den Deutschen ein offener Haftbefehl des Amtsgerichtes Lemgo vorlag. So erschien der Angeklagte trotz vorheriger ordnungsgemĂ€ĂŸer Ladung nicht zu der im Januar 2023 angesetzten Hauptverhandlung wegen Bedrohung. Daher erließ der zustĂ€ndige Richter noch am selbigen Tag einen Untersuchungshaftbefehl.

Die Bundespolizisten eröffneten den Heranwachsenden diesen und sprachen ihm die Festnahme aus. Eine durchgefĂŒhrte RichtervorfĂŒhrung beim Amtsgericht Magdeburg bestĂ€tigte die Untersuchungshaft. Somit ĂŒbergaben die Beamten den jungen Mann am Abend der Justizvollzugsanstalt.

Weiterhin ersuchte die Staatsanwalt-schaft Detmold in einem offenen Verfahren wegen des Verstoßes gegen Weisungen wĂ€hrend der FĂŒhrungsaufsicht den aktuellen Aufenthaltsort des Festgenommen. Die ausschreibenden Behörden wurden ĂŒber den Aufgriff und die getroffenen Maßnahmen in Kenntnis gesetzt. Des Weiteren erhĂ€lt der junge Mann eine Strafanzeige wegen des unerlaubten Besitzes und FĂŒhrens einer Schusswaffe. Einen großen Dank gilt dem couragierten Zeugen, der die Bundespolizei ĂŒber den Sachverhalt in Kenntnis setzte und womöglich schlimmeres verhinderte!

Foto: Die fest- und sichergestellte Schreckschusswaffe (c) Bundespolizei