DB AG: Schon wieder GDL-Streik, und auch noch am Freitag vor dem zweiten Advent: verantwortungslos und egoistisch!

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LokfĂĽhrergewerkschaft vermiest Millionen Menschen das zweite Adventswochenende • Absolut unnötiger Streik so kurz nach dem Wintereinbruch und so kurz vor dem Fahrplanwechsel • 11‑Prozent-Angebot liegt auf dem Tisch und wartet auf Ausgestaltung • Weihnachtsfrage weiter unklar • Seiler: „Sind zu jeder Zeit und an jedem Ort verhandlungsbereit“

(Berlin, 06. Dezember 2023) Zu der sehr kurzfristigen AnkĂĽndigung der Gewerkschaft Deutscher LokomotivfĂĽhrer (GDL), schon wieder zu streiken, erklärt DB‑Personalvorstand Martin Seiler: „Die LokfĂĽhrergewerkschaft vermiest Millionen unbeteiligten Menschen das zweite Adventswochenende. Ein Streik so kurz nach dem Wintereinbruch und so kurz vor dem Fahrplanwechsel ist verantwortungslos und egoistisch. Anstatt zu verhandeln und sich der Wirklichkeit zu stellen, streikt die LokfĂĽhrergewerkschaft fĂĽr unerfĂĽllbare Forderungen. Das ist absolut unnötig! Es gäbe so viel zu tun: Endlich die Weihnachtsfrage klären, unser 11‑Prozent-Angebot ausgestalten und an Lösungen fĂĽr Mitarbeitende und Kunden arbeiten.“

Die DB fordert die Gewerkschaft auf, den Adventsstreik abzusagen und umgehend an den Verhandlungstisch zurĂĽckzukehren. „Wir sind zu jeder Zeit und an jedem Ort verhandlungsbereit“, sagte Seiler.

Die GDL hat angekündigt, von Donnerstag, 22 Uhr (Güterverkehr bereits ab 18.00 Uhr), bis Freitag, 22 Uhr, zu streiken. Die DB geht von massiven Auswirkungen des GDL-Streiks auf den Bahnbetrieb aus. Die DB wird so schnell und umfassend wie möglich informieren.

Insgesamt hat die GDL 35 Forderungen aufgestellt, die die Personalkosten der DB um 50 Prozent steigern würden. Neben der 35-Stunden-Woche in einer 4-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich will die GDL zum Beispiel 555 Euro Lohnerhöhung im Monat, eine Erhöhung der Zulagen um 25 Prozent, 67 Prozent mehr betriebliche Altersvorsorge und die Ausweitung ihres Organisationsbereichs in die Infrastruktur. Des Weiteren fordert die GDL, die DB solle das Tarifeinheitsgesetz (TEG) nicht anwenden.

Bereits Ende August hat der Konzern einen Tarifabschluss mit der EVG erzielt. Dieser kommt für rund 180.000 Beschäftigte in rund 500 Berufen zur Anwendung. In der jetzigen Tarifrunde mit der Lokführergewerkschaft werden die Tarifverträge der GDL verhandelt, die für rund 10.000 Beschäftigte in 18 von 300 Betrieben im DB-Konzern Anwendung finden. Weitere Informationen: www.deutschebahn.com/tarif

Foto Copyright | DB AG/Dominic Dupont