Strukturwandel: Auftaktveranstaltung zum Ideenwettbewerb REVIERPIONIER in Röblingen am See

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Zur Auftaktveranstaltung des Ideenwettbewerbes REVIERPIONIER kamen heute über 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger nach Röblingen am See. Im Rahmen der Veranstaltung informierte die Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt über die Ziele und Inhalte des Beteiligungsformats. Ideen für die Gestaltung des Strukturwandels im Mitteldeutschen Revier Sachsen-Anhalt können erstmals vom 27. Januar bis 12. März 2023 eingereicht werden.

Mit dem Ideenwettbewerb REVIERPIONIER ruft das Land Sachsen-Anhalt alle zivilgesellschaftlichen Akteure aus den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld, Burgenlandkreis, Mansfeld-Südharz, Saalekreis und der Stadt Halle (Saale) auf, ihre Ideen zur lokalen Gestaltung des Strukturwandels im Mitteldeutschen Revier umzusetzen. Angesprochen sind auch Vereine, Verbände und Bildungseinrichtungen.

Zur Auftaktveranstaltung in Form eines Netzwerktreffens begrüßten Dr. Jürgen Ude (Foto), Staatssekretär für Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier, industrielle Großprojekte, Dr. Franziska Krüger (Stabsstellenleiterin „Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier“) und Projektleiterin Annett Kautz (Europäische Metropolregion Mitteldeutschland) rund 120 Bürgerinnen und Bürger.

Ude betonte: „Der Strukturwandel im Braunkohlerevier Sachsen-Anhalt ist eine große Herausforderung, doch in jedem Wandel liegen Chancen, sich neu und besser für die Zukunft aufzustellen. Mit dem Beteiligungsformat REVIERPIONIER sind kluge Köpfe und innovative Ideen vor Ort gefragt. Die Bürgerinnen und Bürger des Reviers kennen ihre Heimat am besten und werden wissen, wie sie sich die Zukunft nach dem Kohleausstieg vorstellen.“

Der Wettbewerb

Die Projekte können im ersten Wettbewerbsjahr vom 27. Januar bis zum 12. März 2023 über ein Online-Formular unter www.revierpionier.de einfach und unbürokratisch eingereicht werden. Nach der Bewertungsphase von März bis Juni 2023 werden alle Preisträgerinnen und Preisträger veröffentlicht. Die Auszahlung der Preisgelder erfolgt ab Juni 2023. Ein finanzieller Eigenanteil ist nicht gefordert.

Weitere Ideenwettbewerbe finden in den Jahren 2024 und 2025 statt. Dafür stehen jährlich Preisgelder in Höhe von je einer Million Euro für ca. 150 Preisträgerinnen und Preisträger zur Verfügung. Eine Fortsetzung des Wettbewerbs ab 2026 wird abhängig von einer Anschlussförderung angestrebt.

Die Kategorien

Insgesamt bilden vier thematische Kategorien und Preisstufen die Basis des Wettbewerbs:

„Themen rund um Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Engagement formen das Herzstück des REVIERPIONIERS. Ideen, welche die Lebensqualität im Mitteldeutschen Revier verbessern, können in der Kategorie REVIERGESTALTEN eingereicht werden. Für alle Ideen von und für Kinder und Jugendliche steht die Kategorie ZUKUNFTGESTALTEN. Innovative Projektideen in der Vorgründungsphase sind in der Kategorie GRÜNDERGESTALTEN gefragt. Eine zweite Chance für ausgewählte, nichtprämierte Projektideen bieten zudem die fünf Publikumspreise LOKALGESTALTEN“, erklärt Annett Kautz, Projektleiterin REVIERPIONIER bei der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland.

Innerhalb des Wettbewerbes unterscheiden sich die eingereichten Pro­jekte nach ihrer Größe in „klein“, „mittel“ und „groß“. Das maximale Preis­geld in der kleinen Preisstufe beträgt 4.500 Euro, in der mittleren Stufe 12.000 Euro und für große Projektideen 21.000 Euro. Die Kategorie GRÜNDERGESTALTEN umfasst ein Preisgeld von pauschal 6.000 Euro.

Der Ideenwettbewerb REVIERPIONIER wird im Rahmen des Förder­programms „Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten – STARK“ gefördert.

Foto: Staatssekretär Dr. Jürgen Ude. © MW/Harald Krieg