Die Bundesregierung setzt in der Krise der Autoindustrie auf die Rüstungsbranche als Ausweg. Die Vorsitzende der Partei Die Linke, Ines Schwerdtner (Foto), kritisiert diesen Kurs und fordert eine klare Strategie für die Zukunft:
„Die Krise der Automobilindustrie lässt sich nicht dadurch lösen, dass aus Autos Waffen werden. Wer glaubt, die boomende Rüstungsindustrie könne die Automobilbranche ersetzen, liegt falsch. Die Bundesregierung setzt auf sie als Wachstumsmotor, weil es an anderer Stelle an industriepolitischen Konzepten fehlt. Doch diese Hoffnung greift zu kurz: Die Rüstungsindustrie schafft weniger Arbeitsplätze als zivile Produktion und entfaltet deutlich geringere volkswirtschaftliche Effekte. Statt dieser gefährlichen Illusion braucht es endlich eine klare Strategie für die angeschlagenen Schlüsselindustrien.
Die Krise der Autoindustrie ist zu großen Teilen hausgemacht: Die Politik hat den Umstieg zur E-Mobilität verschleppt, während Teile des Managements sich bereichert haben, statt tragfähige Zukunftspläne zu entwickeln. Jetzt braucht es einen echten Kurswechsel: eine deutlich ausgeweitete, sozial gestaffelte Förderung von E-Autos und eine Transformation, die Arbeitsplätze sichert und die Beschäftigten ins Zentrum stellt.“
Quelle: Die Linke Parteivorstand am 18. März 2026
Foto: Ines Schwerdtner, Vorsitzende der Partei Die Linke © Olaf Kostritz
