Kurze: Umfassende Reform statt einzelner Korrekturen
Magdeburg. „Passt ein System, das vor vielen Jahrzehnten entstanden ist, noch in die heutige digitale Medienwelt? Wir sind der Auffassung: Nein. Deshalb sind deutlich umfassendere Reformen notwendig, als bisher diskutiert werden“, betont der medienpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, Markus Kurze (Foto), mit Blick auf den Abschlussbericht der Enquete-Kommission zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Das Alleinstellungsmerkmal des ÖRR nach dem Krieg gebe es in der heutigen medialen Weit nicht mehr. Die Anstalten müssten Vertrauen zurückgewinnen. „Vertrauen entsteht durch Transparenz, nachvollziehbare Entscheidungen und insbesondere die Bereitschaft, Fehlentwicklungen zu erkennen und zu korrigieren“, so Kurze.
„Die CDU-Fraktion fordert den weiteren Abbau von doppelten Angeboten – in Struktur und Programm. Wir haben mit dem MDR eine gut funktionierende Dreiländeranstalt, daran sollten sich die älteren Rundfunkanstalten orientieren. Sie haben Grundlagen für sinnvolle Fusionen, ohne Regionalität zu verlieren. Der Auftrag muss klar auf unabhängige Informationen, Bildung und Kultur konzentriert werden. Dort liegt die besondere Stärke der öffentlich-rechtlichen Sender und hier unterscheiden sie sich von anderen Angeboten auf dem Markt.
Kurze forderte darüber hinaus „eine stärkere und unabhängige Kontrolle der Arbeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“ und betonte: „Hier geht es nicht darum, die öffentlich-rechtlichen Anstalten zu retten. Es geht um die Bürger und deren Anspruch auf verlässliche Informationen. Informationen aus einem System, das ihren Interessen dient und nicht den eigenen.“
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Text/Foto: CDU-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt am 26. Juni 2026
