September 2023: ifo Geschäftsklimaindex geht leicht zurück

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Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft bleibt schlecht. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im September auf 85,7 Punkte gefallen, nach 85,8 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im August. Die Unternehmen waren erneut weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Der Pessimismus für die kommenden Monate nahm jedoch leicht ab. Die deutsche Wirtschaft scheint die Talsohle erreicht zu haben.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex leicht gestiegen. Die Unternehmen waren insbesondere mit der aktuellen Geschäftslage etwas zufriedener. Die Erwartungen wurden hingegen minimal nach unten korrigiert und sind weiterhin von Pessimismus geprägt. Der Auftragsbestand war zwar weiterhin rückläufig, aber nicht mehr so stark wie zuvor.

Im Dienstleistungssektor war Geschäftsklima zum sechsten Mal in Folge rückläufig. Dies war auf eine merkliche Verschlechterung der aktuellen Lage zurückzuführen. Die Umsätze entwickelten schwächer sich als in den Vormonaten. Die Erwartungen konnten jedoch leicht zulegen, sind jedoch weiterhin von Skepsis geprägt.

Im Handel ist der Index gestiegen. Dies war auf weniger pessimistischere Erwartungen zurückzuführen. Die Händler waren jedoch weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften.

Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindikator auf den niedrigsten Wert seit Januar 2009 gefallen. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage nochmals schlechter. Auch der Ausblick auf die kommenden Monate bleibt äußerst pessimistisch.

Clemens Fuest (Foto)
Präsident des ifo Instituts