„Freiheit hat nur eine Heimat“ – FDP beschließt Wahlprogramm zur Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt

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Magdeburg. Die Sachsen-Anhalt-FDP hat auf einem Parteitag in Magdeburg ihr Programm zur Landtagswahl 2026 beschlossen. Unter dem Titel „Freiheit hat nur eine Heimat“ setzen die Liberalen Schwerpunkte auf Wirtschaftswachstum, Bürokratieabbau, bezahlbare Energie, bessere Bildung, gesteuerte Migration und ländlichen Raum.

Landesvorsitzende Lydia Hüskens (Foto) betonte, das Programm sei bewusst als Gegenentwurf zu politischer Trägheit angelegt. „Wir stehen vor einer Richtungsentscheidung: mehr Freiheit und Aufbruch mit der FDP im Landtag – oder Stillstand. Unser Programm zeigt, wie wir Wachstum entfesseln, den Staat schlanker machen und den Menschen mehr zutrauen“, sagte sie.

Zentral ist ein umfassender Bürokratieabbau. Mit sogenannten „Regeln mit Ablaufdatum“ will die FDP Vorschriften befristen – Regelungen, die sich nicht bewähren, sollen automatisch Ende 2027 wegfallen. Gleichzeitig sollen Melde- und Nachweispflichten reduziert und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden, um Investitionen schneller zu ermöglichen.

Auch bei den Energiepreisen setzt die Partei auf Entlastung. „Sachsen-Anhalt darf nicht länger benachteiligt werden, obwohl wir ein starker Energieproduzent sind“, sagte der stellvertretende Landesvorsitzende Andreas Silbersack. „Wir wollen die Netzentgelte fair verteilen und damit die Stromkosten für Unternehmen und Verbraucher spürbar senken.“

In der Migrationspolitik verfolgt die FDP einen zweigleisigen Ansatz: Dringend benötigte Arbeitskräfte sollen Aufenthaltstitel innerhalb von vier Wochen erhalten, gleichzeitig sollen Ausreisepflichten konsequent durchgesetzt und Ausreisepflichtige mit elektronischen Fußfesseln kontrolliert werden, damit sie nicht „untertauchen“ können.

In der Bildung setzt die Partei auf Zukunftskompetenzen und mehr Eigenverantwortung. Geplant sind Informatik-Profilklassen mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz sowie ein klarer Verzicht auf pauschale Handy- und Social-Media-Verbote. Stattdessen soll Medienkompetenz systematisch gestärkt werden. Investitionen in Schulen sollen zudem verstärkt über Public-Private-Partnership-Modelle (PPP) beschleunigt werden.

Vorstandsmitglied Maximilian Philipp, Sprecher für Programmatik sowie für Soziales und Gesundheit, hob die Bedeutung gleichwertiger Lebensverhältnisse hervor: „Gerade im ländlichen Raum brauchen wir neue, flexible Lösungen. Mit mobilen Arztpraxen, Telemedizin und vernetzten Angeboten sichern wir Versorgung dort, wo sie heute unter Druck steht“, sagte er.

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Foto: Dr. Lydia Hüskens (c) FDP