Forsa Aktuell: SPD legt leicht zu / Union verliert wieder einen Punkt / AfD baut Vorsprung bei politischer Kompetenz aus

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Merz bleibt auf historischem Tiefstand / Wirtschaftspessimismus verharrt auf hohem Niveau

Die Union verliert im aktuellen RTL/ntv Trendbarometer (9. bis 15. Juni 2026) einen Prozentpunkt und fällt wieder auf 21 Prozent. Die SPD kann sich hingegen leicht verbessern und gewinnt einen Punkt auf nun 12 Prozent hinzu. Die AfD bleibt mit unverändert 27 Prozent weiterhin stärkste Kraft. Die Werte aller übrigen Parteien bleiben im Vergleich zur Vorwoche unverändert.

Auffällig bleibt zudem der hohe Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen. Mit aktuell 26 Prozent liegt dieser weiterhin deutlich über dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2025. Damit bleibt mehr als ein Viertel der Wahlberechtigten politisch ungebunden.

AfD bei politischer Kompetenz weiter vor der Union

Bei der Frage, welche Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig wird, baut die AfD ihren Vorsprung leicht aus. 14 Prozent der Befragten trauen ihr die größte politische Kompetenz zu – ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. Die Union bleibt unverändert bei 13 Prozent. Dahinter folgen die Grünen mit 7 Prozent sowie SPD und Linke mit jeweils 5 Prozent. Trotz kleiner Verschiebungen bleibt das Misstrauen gegenüber den Parteien insgesamt hoch: 53 Prozent der Bürgerinnen und Bürger trauen derzeit keiner Partei zu, die Probleme im Land am besten lösen zu können.

Merz bleibt auf historischem Tiefstand – besonders junge Menschen und Erwerbstätige kritisch

Die Zustimmung zur Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz verharrt auf sehr niedrigem Niveau. Weiterhin sind lediglich 14 Prozent der Bundesbürger mit seiner Arbeit zufrieden, während 85 Prozent sie kritisch bewerten.

Besonders schwach fällt die Zustimmung bei jüngeren und berufstätigen Bevölkerungsgruppen aus. Nur jeweils 9 Prozent der 18- bis 29-Jährigen, der 30- bis 44-Jährigen sowie der Arbeiter zeigen sich mit der Arbeit des Kanzlers zufrieden. Unter Selbständigen liegt die Zustimmung bei lediglich 10 Prozent. Vergleichsweise etwas besser fällt die Bewertung bei den über 60-Jährigen (20 %) und Rentnern (22 %) aus.

Wirtschaftspessimismus bleibt auf hohem Niveau

Die wirtschaftlichen Erwartungen der Deutschen bleiben äußerst negativ. Nur 11 Prozent rechnen aktuell mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland. 65 Prozent erwarten dagegen eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, während 21 Prozent von einer unveränderten Entwicklung ausgehen. Damit verharrt die wirtschaftliche Stimmung auf einem ähnlich pessimistischen Niveau wie in den vergangenen Wochen.

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Text/Foto (c) RTL/ntv am 16. Juni 2026