Bundesweiter Bahnausfall markiert neuen Tiefpunkt bei der Deutschen Bahn
Zum gestrigen deutschlandweiten Ausfall des Bahnverkehrs erklärt der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt, Detlef Gürth (Foto):
„Der nahezu vollständige Stillstand des Bahnverkehrs in Deutschland aufgrund eines Software-Updates stellt einen neuerlichen Tiefpunkt in der Entwicklung der Deutschen Bahn dar. Dass ein einzelnes Softwareproblem ausreicht, um große Teile des Schienenverkehrs in einem hochentwickelten Industrieland lahmzulegen, ist ein Vorgang, der weltweit seinesgleichen sucht.
Der Vorfall zeigt schonungslos die Folgen jahrelanger Rationalisierungs- und Sparmaßnahmen. Offenkundig wurden Redundanzen und Sicherheitsmechanismen soweit zurückgebaut, dass ein einzelner technischer Fehler das gesamte System ins Wanken bringen kann. Wer kritische Infrastruktur betreibt, muss Ausfallsicherheit gewährleisten. Genau daran fehlt es offenbar.
Besonders alarmierend ist, dass die Bahn trotz milliardenschwerer Investitionen die Digitalisierung weiterhin nicht im Griff hat. Digitalisierung soll Prozesse stabiler, effizienter und kundenfreundlicher machen. Wenn jedoch ein Software-Update den Bahnverkehr bundesweit zum Erliegen bringt, ist das Gegenteil erreicht.
Die Deutsche Bahn und der Bund als Eigentümer müssen jetzt umfassend aufklären, wie es zu diesem Vorfall kommen konnte und welche Konsequenzen daraus gezogen werden. Die Bürger haben Anspruch auf ein zuverlässiges Schienennetz und nicht auf eine Infrastruktur, die bei technischen Problemen flächendeckend zusammenbricht”, so Gürth.
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Quelle: CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt am 24. Juni 2026
Foto: Detlef Gürth (c) Rayk Weber
