Minderheit sieht USA unter Trump als Partner / Mehrheit für Bundeswehr-Einsatz in Grönland / Zweifel an Deutschlands künftiger Wirtschaftsstärke

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Die transatlantischen Beziehungen werden von den Bundesbürgern zunehmend kritisch gesehen. Nur 18 Prozent halten die USA unter Präsident Donald Trump noch für einen verlässlichen Partner für Europa. Eine klare Mehrheit von 71 Prozent hält die Vereinigten Staaten inzwischen für einen Gegner, 11 Prozent sind unentschieden. Selbst unter den Anhängern der AfD sieht mit 51 Prozent eine knappe Mehrheit die USA eher als Gegner für Europa. Besonders ausgeprägt ist diese Einschätzung bei den Anhängern von Grünen (83 %), Linke (82 %), SPD (77 %) und CDU/CSU (76 %).

Große Mehrheit befürwortet dauerhaften Bundeswehr-Einsatz in Grönland

Gleichzeitig stößt ein mögliches sicherheitspolitisches Engagement Deutschlands in der Arktis auf breite Zustimmung. 63 Prozent der Bundesbürger fänden es richtig, wenn die Bundeswehr gemeinsam mit europäischen Partnern dauerhaft in Grönland im Einsatz wäre, etwa zur Seeüberwachung in strategisch wichtigen Gebieten. 32 Prozent lehnen ein solches Engagement ab. Besonders hoch ist die Zustimmung unter den Anhängern der Grünen (93 %), der CDU/CSU (83 %) und der SPD (69 %). Ablehnung überwiegt vor allem in Ostdeutschland sowie unter den Anhängern der AfD.

Mehrheit zweifelt an Deutschlands künftiger Rolle als Wirtschaftsmacht

Mit Blick auf die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands überwiegt der Pessimismus. Nur 39 Prozent der Befragten glauben, dass Deutschland auch künftig neben den USA und China zu den weltweit führenden Wirtschaftsnationen gehören wird. Eine Mehrheit von 59 Prozent zweifelt daran. Besonders pessimistisch äußern sich Ostdeutsche sowie die Anhänger der AfD. Optimistischer sind vor allem die Anhänger der Grünen (59 %) und der CDU/CSU (50 %).

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Text/Foto (c) RTL/ntv am 20. Januar 2026