Liberale halten städtische Betreiber-GmbH für entbehrlich / Mehr Wettbewerb, Qualität und Transparenz gefordert
Die FDP Magdeburg fordert, den Betrieb des Weihnachtsmarktes auf dem Alten Markt zum nächstmöglichen Zeitpunkt transparent neu auszuschreiben und künftig alle fünf Jahre zu vergeben. Die Gesellschaft zur Durchführung der Magdeburger Weihnachtsmärkte mbH, an der die Landeshauptstadt beteiligt ist, soll künftig nicht mehr für den operativen Betrieb zuständig sein. Die Kommune soll lediglich Rahmenvorgaben und Vertragscontrolling übernehmen.
Einen entsprechenden Beschluss haben die Liberalen am Samstag (17. Januar 2026) auf ihrem Kreisparteitag gefasst. „Echter Wettbewerb bringt bessere Weihnachtsmärkte und sorgt für mehr Transparenz sowie frische Ideen“, sagte der FDP-Kreisvorsitzende Thomas Gürke (Foto). Maßgeblich bei der Vergabe sollen unter anderem Qualität, Sicherheitskonzepte, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit sein. Zudem fordert die FDP eine Quote für lokale und regionale Anbieter. Darüber hinaus sollen künftig klare Kennzahlen erhoben und veröffentlicht werden, etwa zur Besucherzufriedenheit und zur lokalen Wertschöpfung.
Beschlüsse zu Uber, Schulen, Halbkugeln und Genscher
Neben dem Weihnachtsmarkt befasste sich der Parteitag mit weiteren kommunalpolitischen Themen wie den Taxi- und Mietwagenmarkt. In einem Dringlichkeitsbeschluss sprach sich die FDP gegen die Einführung von Mindestpreisen für Mietwagendienste wie Uber aus und warnte vor staatlichen Preisvorgaben zulasten der Verbraucher. Stattdessen solle ein fairer Wettbewerb aller Anbieter gelten.
Weitere Beschlüsse betrafen unter anderem eine bessere personelle Ausstattung von Schulen, den Umgang mit den Magdeburger Halbkugel-Kunstwerken sowie den Bürokratieabbau auf Stadtebene. Die Liberalen dringen außerdem darauf, dass zeitnah der Kölner Platz am Hauptbahnhof nach dem früheren FDP-Außenminister und Architekten der Deutschen Einheit in Hans-Dietrich-Genscher-Platz umbenannt benannt wird.
——
Quelle: FDP-Kreisverband Magdeburg am 18. Januar 2026
Foto: Thomas Gürke (c) FDP
