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US-PrĂ€sident Donald Trump hat nach einem Treffen âmit Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte â seine scharfe Kritik am MilitĂ€rbĂŒndnis bekrĂ€ftigt. „Sie wurden auf die Probe gestellt und haben versagt“, zitierte eine Sprecherin des WeiĂen Hauses am Mittwoch den PrĂ€sidenten mit Blick auf die Rolle der Allianz im Iran-Krieg. Rutte bezeichnete das GesprĂ€ch nach dem Treffen als sehr offen und ehrlich. Er könne die EnttĂ€uschung Trumps ĂŒber viele Nato-VerbĂŒndete ânachvollziehen, sagte er dem Sender CNN.
Hintergrund der Spannungen ist der mangelnde Beistand einiger BĂŒndnispartner fĂŒr den US-MilitĂ€reinsatz gegen den Iran. Mehrere Nato-Staaten hatten sich demnach geweigert, US-MilitĂ€rflugzeugen die Nutzung ihres Luftraums zu gestatten oder SeestreitkrĂ€fte zur Wiedereröffnung der StraĂe von Hormus zu entsenden. Eine Sprecherin des WeiĂen Hauses warf den Nato-Staaten zudem vor, sie hĂ€tten „dem amerikanischen Volk den RĂŒcken gekehrt“, das fĂŒr ihre Verteidigung bezahle.
Trump â hatte die Nato in â den vergangenen Wochen wiederholt als „Papiertiger“ bezeichnet und mit einem âAustritt der â USA aus dem BĂŒndnis gedroht. Obwohl Trump am â Dienstag âeinen zweiwöchigen Waffenstillstand bei den Angriffen auf den Iran angekĂŒndigt hatte, belasten die diplomatischen Folgen des Konflikts die Beziehungen weiter. Der âStreit verschĂ€rft bereits â bestehende transatlantische Spannungen ĂŒber die Ukraine und die Höhe der MilitĂ€rausgaben. Eine frĂŒhere Nato-Sprecherin bezeichnete die Lage als „gefĂ€hrlichen Punkt â fĂŒr âdie transatlantische Allianz“.
Nach den verheerenden israelischen Luftangriffen im Libanon schwört die vom Iran unterstĂŒtzte Hisbollah-Miliz eine Fortsetzung ihrer Angriffe gegen Israel. In Reaktion auf Israels «VerstoĂ gegen die Waffenruhe» sei in der Nacht der Kibbuz Manara im Norden Israels beschossen worden, hieĂ es in einer ErklĂ€rung der Schiiten-Miliz. Die Gegenangriffe auf Israel wĂŒrden so lange fortgesetzt, bis die israelisch-amerikanische Aggression aufhöre. Bei den israelischen Luftangriffen im Libanon wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 182 Menschen getötet.
Trotz der im Iran-Krieg zwischen den USA und dem Iran vereinbarten zweiwöchigen Waffenruhe will Israel seine Angriffe auf die Hisbollah-Miliz fortsetzen. Anders als der Iran sehen die USA den Libanon nicht in der vereinbarten zweiwöchigen Waffenruhe inbegriffen. Der Iran erwÀgt nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars nun wegen Israels andauernder Angriffe auf die Hisbollah aus der Feuerpause auszusteigen.
Israel hatte in einem ĂŒberraschenden GroĂangriff trotz der Feuerpause im Iran-Krieg zahlreiche Ziele im nördlichen Nachbarland bombardiert, darunter auch in der Hauptstadt Beirut. Laut Israels MilitĂ€rs galt der Angriff Kommandeuren und militĂ€rischer Infrastruktur der Hisbollah. Nach libanesischen Angaben waren jedoch viele Zivilisten betroffen.
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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 09. April 2026
