Heute am 16. April 2026 besuchte Wissenschaftsminister Prof. Armin Willingmann in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Universitätsmedizin Magdeburg die Lungenklinik Lostau, die seit Anfang August 2025 zur Universitätsmedizin gehört. Gemeinsam mit Dr. Steffen Burchhardt, Landrat des Jerichower Landes, sowie Hartmut Dehne, Ortsbürgermeister von Lostau, verschaffte sich Willingmann im Rahmen eines Rundgangs durch drei Fachbereiche einen umfassenden Überblick über die Einrichtung. Dabei informierte er sich unter anderem über das neue CT-Gerät und das zertifizierte Lungenkrebszentrum und nahm zugleich die feierliche Einweihung des neuen CTs vor.
Empfangen wurde Willingmann von Thomas Schröder, Geschäftsführer der Lungenklinik Lostau. Nach der Begrüßung begann der gemeinsame Rundgang durch die Klinik. Ein besonderer Höhepunkt des Besuchs war die Einweihung des neuen Computertomographen (CT) in der Radiologie. Das rund zwölf Jahre alte Vorgängermodell wurde durch ein modernes Gerät der neuesten Generation ersetzt, das KI-gestützte Untersuchungsabläufe ermöglicht. Die Förderung wurde über das Medizingeräteprogramm des Landes Sachsen-Anhalt ermöglicht. Das neue CT ist bereits im Routinebetrieb im Einsatz und stärkt insbesondere die diagnostische Versorgung in der Lungenmedizin und Onkologie.
Willingmann sagte: „Die Übernahme der Lungenklinik Lostau durch die Unimedizin Magdeburg war ein richtiger und wichtiger Schritt – für beide Seiten. Die medizinische Versorgung in der Region wird gestärkt und die Beschäftigten haben eine sichere Jobperspektive erhalten. Erste Erfolge bei der Integration der traditionsreichen Lostauer Facheinrichtung in den Campus der Unimedizin sind bereits sichtbar. Jetzt kommt es darauf an, diesen Weg konsequent weiterzugehen und Synergien zu nutzen.“
Thomas Schröder betonte: „Die Investition ist ein wichtiger Baustein für die Qualitätssicherung am Standort und war mit dem neuen CT eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Rezertifizierung als Lungenkrebszentrum.“
Das neue CT ermöglicht schnellere Untersuchungen und liefert hochauflösende Bilder bei gleichzeitig reduzierter Strahlenbelastung. Auch der Komfort wurde verbessert: Die große 80-cm-Öffnung bietet mehr Platz und kommt insbesondere Angstpatientinnen und -patienten sowie adipösen Menschen zugute. Moderne Rekonstruktionsverfahren sorgen zudem für eine exzellente Bildqualität auch bei Niedrigdosis-Untersuchungen.
„Mit dem neuen CT können wir Untersuchungen schneller und gleichzeitig patientenschonender durchführen – bei sehr guter Bildqualität“, sagt Dr. Kathrin Ludwig, Chefärztin der Radiologie. „Das stärkt die Versorgung am Standort – und es ist eine Investition in die Zukunft, weil wir damit die Anforderungen an qualitätsgesicherte Diagnostik, Rezertifizierung und das Lungenkrebsscreening zuverlässig abbilden können.“
Weitere Station des Besuchs war die Klinik für Thoraxchirurgie, die seit Sommer 2023 von Prof. Dr. med. Thorsten Walles als Chefarzt geleitet wird. Die Klinik für Thoraxchirurgie behandelt in enger Kooperation mit den weiteren Fachabteilungen des Hauses alle Erkrankungen des thoraxchirurgischen Fachgebiets. Für die Durchführung von rund 700 Operationen pro Jahr stehen zwei moderne Operationssäle zur Verfügung.
Im Dezember 2025 hat die Lungenklinik Lostau die Rezertifizierung als Lungenkrebszentrum der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) erfolgreich abgeschlossen. Das Zertifikat wurde für weitere drei Jahre verlängert.
Im Rahmen seines Besuchs informierte sich der Minister auch über die Arbeit der Palliativstation der Lungenklinik Lostau. Diese ist auf die umfassende Betreuung von Patientinnen und Patienten mit schweren, nicht heilbaren und fortschreitenden Erkrankungen spezialisiert. Ziel ist es, die Lebensqualität bestmöglich zu erhalten und individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen – sowohl durch die Linderung körperlicher Beschwerden als auch durch psychosoziale und spirituelle Unterstützung.
Die Betreuung erfolgt durch ein multiprofessionelles Team, das Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen ganzheitlich begleitet und ihnen in dieser besonderen Lebensphase zur Seite steht.
Die Lungenklinik Lostau mit mehr als 120 Jahren Tradition gehört zu den wenigen überregionalen Zentren in Sachsen-Anhalt, die sich auf die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Atmungsorgane und des Brustkorbs spezialisiert haben. Bereits seit August 2025 sind das Klinikum Cracau bei Pfeiffers, die Lungenklinik Lostau sowie das Medizinische Versorgungszentrum des Klinikums Cracau Bestandteil der Universitätsmedizin Magdeburg.
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Foto: Wissenschaftsminister Prof. Armin Willingmann (1. Reihe, 4. v.l.) weihte in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Universitätsmedizin Magdeburg das neue CT-Gerät in der Radiologie am Standort der Lungenklinik in Lostau ein.
Der Ärztliche Direktor der Universitätsmedizin Magdeburg, Prof. Hans-Jochen Heinze (1. Reihe, 3. v.r.), sowie Thomas Schröder, Geschäftsführer der Lungenklinik Lostau (1. Reihe, 4. v.r.), begleiteten den Termin gemeinsam mit weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Fotografin: Sarah Kossmann/ UMMD

