Der stellvertretende Landesvorsitzende der CDU Sachsen-Anhalt, André Schröder, hat in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) eine Zusammenarbeit der Christdemokraten mit der Linkspartei nach der Landtagswahl am 6. September nicht ausgeschlossen. Es müsse im Land weitergehen, wenn die schwarz-rot-gelbe Koalition nach der Wahl keine Mehrheit mehr habe, so Schröder. Auch eine Minderheitsregierung sei nicht ausgeschlossen.
Schröder verwies darauf, dass der Unvereinbarkeitsbeschluss seiner Partei mit AfD und Linkspartei aus dem Jahr 2018 das Abstimmungsverhalten im Einzelfall nicht tangiere. Auch die Linke zeigte sich gesprächsbereit. Ihre Spitzenkandidatin Eva von Angern erklärte, es gebe zur Linken keine Alternative, wenn man rechte Mehrheiten in Sachsen-Anhalt verhindern wolle. Die Bundesvorsitzende der Linken, Ines Schwerdtner, schloss eine Zusammenarbeit ebenfalls nicht aus.
Dazu erklärt der Landesvorsitzende der AfD Sachsen-Anhalt, Martin Reichardt:
„Wie zu erwarten, arbeitet die CDU mit Hochdruck an der Bildung ihrer ‚Kehricht-Koalition‘. Sie will sämtliche linken Wahlverlierer, die es überhaupt noch in den Landtag schaffen, zusammenkehren und in einer Koalition vereinigen, die sich allein gegen die AfD als Mehrheitspartei richtet. Dass sich mit einer solchen Koalition nichts von den pseudo-konservativen Plänen des Herrn Schulze wird umsetzen lassen, ist schon heute klar. Jede Stimme für die CDU ist eine Stimme für linke Politik.
Sollte es tatsächlich zu dieser Katastrophenregierung kommen, wird sie das gleiche Schicksal erleiden wie die schwarz-rote Bundesregierung in Berlin: Sie wird Stillstand und Verdruss produzieren und die Legislatur wohlmöglich nicht überleben. Nur eine AfD-Alleinregierung mit Ulrich Siegmund als Ministerpräsidenten kann unserem Land die dringend notwendige politische Wende ermöglichen und Sachsen-Anhalt einen echten Neuanfang bringen.“
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Quelle: AfD Landesverband Sachsen-Anhalt am 15. Mai 2026
Foto: Martin Reichardt (c) AfD
