NAHOST: „Ganz eindeutig ein Wendepunkt zugunsten des Iran!“ Überraschende Trump-Wende mit Folgen!

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Erst Erleichterung, jetzt viele Fragzeichen: Nach der Verkündung einer Feuerpause im Iran-Krieg bleibt wenig Zeit zum Aufatmen – die nächsten zwei Wochen sind entscheidend.

Nach der Einigung ist vor der Einigung? Eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg und eine angekündigte Öffnung der Straße von Hormus ließen die Welt in der Nacht zunächst aufatmen. Doch wohin führt das? Ein Zehn-Punkte-Plan soll die Basis weiterer Verhandlungen sein. Viele Fragen sind offen.

Ist der Krieg jetzt zu Ende?

Das bleibt abzuwarten. Die zweiwöchige Waffenruhe soll genutzt werden, um eine Einigung für eine dauerhafte Beilegung des Konflikts zu erzielen. Wird das nicht erreicht, ist ein Wiederaufflammen der Angriffe wahrscheinlich.

Einige internationale Stimmen sehen die Waffenruhe als wichtigen ersten Schritt, aber noch nicht als endgültige Lösung. Pakistans Informationsminister Atta Tarar, dessen Land die Vereinbarung vermittelt hat, sprach von einem großen Erfolg. «Aber die Arbeit ist noch nicht getan.»

Pakistan zufolge sollte die Waffenruhe sofort greifen. Aus Israel gab es aber Berichte, wonach das Land zunächst auch nach der Verkündung der Feuerpause nachts noch unter Raketenbeschuss aus dem Iran geriet. Auch im Westiran wurden noch Explosionen gemeldet.

Widersprüchliche Angaben gibt es unterdessen zur Frage, ob die Feuerpause auch für den Libanon gilt. Während sie nach iranischen Angaben an allen Fronten greifen soll, hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu bereits angekündigt, dass dies für den Libanon nicht der Fall sein werde.

Was steht in dem Zehn-Punkte-Plan?

Offiziell haben bisher weder die Islamische Republik noch die USA den Inhalt des vom Iran vorgelegten Dokuments öffentlich gemacht. Nachrichtenagenturen, die den mächtigen Revolutionsgarden nahestehen, berichten jedoch bereits über Details.

Laut Tasnim beinhaltet das Papier die Forderung nach einer dauerhaften Einstellung von Aggressionen. Der Iran soll die Kontrolle über die Straße von Hormus behalten und Uran anreichern dürfen. Auch die Aufhebung der harten internationalen Sanktionen und Strafmaßnahmen des UN-Sicherheitsrats wird gefordert. Ebenso will Teheran Resolutionen des Gouverneursrats der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA aufgehoben sehen, wie es heißt. Weiter werden Kriegsentschädigungen und ein Abzug der US-Streitkräfte aus der Region gefordert. Der Krieg soll an allen Fronten enden, einschließlich im Libanon.

Die Informationen der Nachrichtenagentur Fars decken sich weitgehend mit dem Tasnim-Bericht. Hier heißt es jedoch auch, dass sich der Iran gemäß dem Plan verpflichten werde, niemals Atomwaffen herzustellen. Die Urananreicherung soll nach Verhandlungen eingeschränkt werden. Teheran stimme außerdem zu, mit anderen Ländern in der Region über Friedensabkommen zu sprechen.

Wer hat sich durchgesetzt? Die USA oder der Iran?

Zwar verkauft US-Präsident Donald Trump die vorläufige Einigung als großen Erfolg für die Vereinigten Staaten. Der Iran dürfte nach mehr als einem Monat Krieg militärisch geschwächt sein. Von einem wirklichen Sieg der USA könne aber zunächst – auch mit Blick auf die bisher zutage getretenen Details aus dem Zehn-Punkte-Plan – keine Rede sein, so das internationale Echo.

«Das, was jetzt erreicht worden ist, sieht eher nach einer strategischen Niederlage der Vereinigten Staaten von Amerika aus», sagte der Sicherheitsexperte Carlo Masala im Deutschlandfunk. In dem Zehn-Punkte-Plan «ist ja wenig iranisches Entgegenkommen gegenüber den amerikanischen Forderungen von Beginn an drin». Die USA könnten nicht von einem vollumfänglichen Sieg reden. Der demokratische Senator Richard Blumenthal schrieb auf X: «Eine Waffenruhe ist für das amerikanische Volk kein Sieg.»

Der Iran sieht sich selbst unterdessen als Sieger und nahezu alle seine Kriegsziele als erreicht an. Der Nationale Sicherheitsrat erklärte, die USA und Israel habe man in eine Niederlage geführt.

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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 08. April 2026