Januar 2026: ifo Geschäftsklima Ostdeutschland kühlt sich geringfügig ab

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Der ifo Geschäftsklimaindex Ostdeutschland ist im Januar gegenüber dem Vormonat leicht gesunken. Das Stimmungsbarometer für die regionale Wirtschaft Ostdeutschlands bewegte sich von 90,1 Punkten im Dezember auf 89,8 Punkte im Januar. Die befragten ostdeutschen Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage geringfügig besser als noch im Vormonat und senkten ihre Geschäftserwartungen zugleich leicht ab.

Im ostdeutschen Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima im Januar deutlich aufgehellt. Die befragten Industrieunternehmen im Osten schätzten ihre aktuelle Geschäftslage erheblich besser ein als im vergangenen Monat und korrigierten ihre Erwartungen an die kommenden Monate erneut etwas nach unten.

Im ostdeutschen Dienstleistungssektor kühlte sich das Geschäftsklima im Januar spürbar ab. Die befragten Dienstleistungsunternehmen äußerten sich etwas weniger zufrieden zu ihrer gegenwärtigen Geschäftslage als im Dezember. Ihre Einschätzung der Geschäftserwartungen für die kommenden Monate senkten sie merklich.

Im ostdeutschen Handel trübte sich das Geschäftsklima im Januar insgesamt leicht ein. Der ostdeutsche Großhandel beurteilte die aktuelle Geschäftslage deutlich besser als im Vormonat, während der Einzelhandel die laufenden Geschäfte geringfügig schlechter einschätzte als im Dezember. Zugleich korrigierten die Unternehmen im Großhandel ihre Erwartungen an den zukünftigen Geschäftsverlauf etwas nach oben, die Unternehmen im Einzelhandel senkten ihre Geschäftserwartungen spürbar.

Im ostdeutschen Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima im Januar leicht verbessert. Die befragten Bauunternehmen bewerteten die laufenden Geschäfte geringfügig schlechter gegenüber dem Vormonat, blickten aber zugleich etwas optimistischer auf die kommenden Monate.

Joachim Ragnitz und Marcel Thum
Geschäftsführer ifo Institut, Niederlassung Dresden

Text/Foto: ifo Institut am 30. Januar 2026