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Mitten in der Nacht strömen Menschen auf die Straßen in Teheran. Regierungsanhänger feiern die Waffenruhe als Sieg über die USA.
In der iranischen Hauptstadt Teheran sind nach Verkündung der Feuerpause zahlreiche Menschen auf die Straßen geströmt. Am Revolutionsplatz im Stadtzentrum versammelten sich Regierungsanhänger mitten in der Nacht, wie der iranische Sender SNN TV berichtete. US-Präsident Donald Trump habe sich den iranischen Forderungen gebeugt, sagte der Reporter des Senders, der den paramilitärischen Basidsch-Milizen nahesteht.
Regierungsanhänger jubelten über die kurz zuvor verkündete Waffenruhe mit den USA. Eine Frau sagte dem Sender: «Dass unsere Position in der Straße von Hormus gefestigt wurde, bedeutet den Sieg Irans. Das ist unsere Vergeltung gegenüber jemandem, der behauptete, die größte und fortschrittlichste Armee der Welt zu haben», sagte sie mit Blick auf Trump.
Einige Spitzenpolitiker in den USA haben verhalten auf die Verkündung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg reagiert. «Eine Waffenruhe ist eine gute Nachricht – allerdings nur, weil dieser sinnlose Krieg so schnell wie möglich beendet werden sollte», schrieb etwa der demokratische Senator Richard Blumenthal auf X. US-Präsident Donald Trump könne weiterhin nicht erklären, warum er den Krieg begonnen habe. «Eine Waffenruhe ist für das amerikanische Volk kein Sieg», fügte Blumenthal hinzu.
Der demokratische Kongressabgeordnete Gregory Meeks betonte indes, dass eine Waffenruhe nicht genug sei. Trump müsse dem Kongress erklären, warum er die USA in den Krieg mit dem Iran geführt habe, in dem 13 Militärangehörige gestorben seien.
Spöttischer zeigte sich der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer. Er sei froh, dass Trump einen «Rückzieher» gemacht habe und «nun verzweifelt nach einem Ausweg aus seinem lächerlichen Getöse» suche, schrieb er auf X.
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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 08. April 2026
