Magdeburg. Die Gewerkschaft ver.di hat zu einem bundesweiten Warnstreik im Nahverkehr aufgerufen. Die Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB) soll von Donnerstag, 26. Februar, 0 Uhr bis Sonntag, 1. März 2:30 Uhr bestreikt werden. In diesem Zeitraum wird es keinen regulären Straßenbahn- und Busverkehr geben.
Die MVB bemüht sich, am Donnerstag und Freitag jeweils von etwa 6 bis 20 Uhr einen eingeschränkten Notbetrieb einzurichten. Geplant ist ein reduzierter Verkehr auf den Straßenbahnlinien 4 und 9 sowie auf den Buslinien 52 und 54. Damit bleiben zumindest die großen Kliniken der Landeshauptstadt angebunden. Die Fahrzeuge werden voraussichtlich im 30-Minuten-Takt verkehren, allerdings ohne Gewähr für einen stabilen Fahrplan.
Am Samstag findet kein Verkehr statt.
Im Nachtverkehr wird der letzte planmäßige Anschluss am Alten Markt am Mittwochabend um 23:45 Uhr stattfinden. Der Verkehr wird dann erst wieder in der Nacht zu Sonntag schrittweise aufgenommen. Der 3:15 Uhr-Anschluss am Alten Markt wird voraussichtlich der erste reguläre Anschluss nach Fahrplan sein.
Fahrgäste werden gebeten, nicht zwingend notwendige Fahrten zu verschieben und – sofern möglich – auf andere Verkehrsmittel auszuweichen. Regionalbahnen, S-Bahnen und Regionalbusse im Stadtgebiet verkehren weiterhin. Alternativ können auch die Angebote der im Verkehrsverbund marego organisierten Verkehrsunternehmen genutzt werden.
Die MVB bedauern die Einschränkungen für ihre Fahrgäste ausdrücklich.
Hintergrund
Hintergrund des Streiks sind die aktuell laufenden Tarifverhandlungen der Gewerkschaft ver.di mit dem kommunalen Arbeitgeberverband Sachsen-Anhalt. Noch vor der nächsten Verhandlungsrunde am 17. März ist dieser Streikaufruf von ver.di aus Sicht der Arbeitgeberseite nicht nachvollziehbar und unangemessen.
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Quelle: MVB/Tim Stein am 25. Februar 2026
Foto (c) ver.di
