CDU-Obfrau Godenrath: Gravierende Zweifel an Eignung von Taleb A. als Facharzt

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Die Sprecherin der CDU-Fraktion im 21. Parlamentarischen Untersuchungsausschuss, Kerstin Godenrath, erklärt zur gestrigen Sitzung des Ausschusses und zu den Zeugenaussagen:

„Um die Tätigkeit von Taleb A. im Maßregelvollzug Bernburg der Salus Holding entwickelten sich nach den Zeugenvernehmungen schon in der letzten Sitzung im Dezember sehr viele Ungereimtheiten in den Prozessen der Mitarbeitergewinnung und um die Einstellungen von Personal. Zudem entstanden jetzt zusätzlich so gravierende Zweifel an der fachlichen und menschlichen Eignung für die ärztliche Tätigkeit von Taleb A., es gab so viele einzelne unerklärliche Vorkommnisse, dass es schwierig ist zu verstehen, wie es dazu kam, dass Taleb A. bis zum mörderischen Anschlag beim größten Unternehmen des Landes arbeiten konnte. Es drängt sich der massive Eindruck auf, dass Taleb A. tun und lassen konnte, was er wollte. Stattdessen wurden die fachlichen Erwartungen und Ansprüche an einen hochbezahlten Facharzt immer weiter heruntergeschraubt, selbst unter durchschnittliche Standards. Und in der Praxis kam es durch diese Sonderstellung sogar zu unfairen Arbeitsbelastungen unter den anderen Ärzten des Maßregelvollzuges.

Wir haben noch keine Erklärung, warum diese Vorkommnisse, Zustände und Besonderheiten gerade bei Taleb A. durch die Führung geduldet, gedeckt und relativiert wurden. Und wir haben noch keine Erklärung dafür, warum diese Umstände im Gesamtunternehmen nicht aufgefallen zu sein scheinen. Das werden wir in den weiteren Zeugenvernehmungen der nächsten Wochen weiter konsequent aufklären.”

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Quelle: CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt

Foto: Kerstin Godenrath © Rayk Weber