„Die AfD legt kein Programm der Mäßigung vor, sondern eins der Radikalisierung“ – Robin Alexander, WELT-Kolumnist.
Robin Alexander hat den Entwurf des AfD-Landtagswahlprogramms für Sachsen-Anhalt gelesen. 160 Seiten. Er nennt es ein „Fenster in das Weltbild“. Gleich am Anfang zitiert die AfD ausgerechnet Bertolt Brecht. Alexander sagt: falsch geschrieben, „mit einem H zu viel“. Die AfD will damit zeigen, die Regierung sei „so weit vom Volk weg wie in der DDR“. Im Programm steht zudem: „wenn es die AfD nicht mehr gäbe, dann wäre die Demokratie tot“. Inhaltlich stopft die Partei vieles in ein Landtagsprogramm: bis hin zum UN-Migrationspakt. Besonders fällt die Schulpolitik auf.
Die AfD verhandelt die Schulpflicht neu und nennt sie „Schulzwang“. Eltern sollen ihre Kinder zu Hause unterrichten dürfen. Alle halbe Jahre soll es Tests geben. Auch bei der Gesundheitsvorsorge setzt der Entwurf Zeichen: U-Untersuchungen ja, aber „ohne eine Bewertung des Impfstatus“. Das beträfe Empfehlungen zu Masern und Tetanus. Beim Begriff „Remigration“ bleibt das Programm aus Alexanders Sicht vage. Er sieht Hinweise, aber keinen offenen Satz, dass auch Staatsbürger gemeint sind. Alexander vergleicht mit anderen Rechtsparteien und sagt: Die AfD ziehe nicht zur Mitte, sondern liefere „eins der Radikalisierung“. In Umfragen steht sie bei 40 Prozent.
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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 14. Februar 2026
