Magdeburg. Unter dem Motto „Mechanische Kreislaufunterstützung“ lädt die Universitätsmedizin Magdeburg zum 4. Magdeburger Kunstherzabend ein. An diesem Abend gewährt das Kunstherz-Team der Universitätsklinik für Herz- und Thoraxchirurgie spannende Einblicke in die neuesten Forschungsergebnisse sowie in aktuelle klinische Entwicklungen.
Die Universitätsklinik für Herz- und Thoraxchirurgie Magdeburg, unter der Leitung von Prof. Dr. med. Jens Wippermann, lädt herzlich zum vierten Symposium zum Thema Kunstherz ein. Die Veranstaltung richtet sich an interessierte ärztliche Kolleginnen und Kollegen.
Wann: Donnerstag, den 7. Mai 2026 von 18:00 bis 22:00 Uhr
Wo: Gesellschaftshaus Magdeburg
Schönebecker Straße 129, 39104 Magdeburg
Das Programm startet um 18:00 Uhr mit einer Begrüßung durch den Klinikdirektor, Prof. Wippermann. Anschließend geben führende Expertinnen und Experten einen umfassenden Einblick in chirurgische Herzunterstützungssysteme wie HTX, LAVD und TAH. Sie beleuchten die Fortschritte in der Kunstherz-Versorgung und präsentieren neueste technologische Entwicklungen, die den Wandel der Zeit eindrucksvoll widerspiegeln.
Fachschwester Maxi Irrgang vom Kunstherz-Team der Universitätsklinik für Herz- und Thoraxchirurgie Magdeburg (VAD-Team) gibt gemeinsam mit einem Patienten in ihrem Vortrag „Leben mit dem Kunstherz, jetzt ‚ohne‘“ einen Einblick in den Alltag und die Versorgung mit einem VAD (ventrikuläres Unterstützungssystem).
Thorsten Staack informiert zudem über Kunstherzsysteme und erklärt, was aus hausärztlicher Sicht besonders relevant ist.
Ein Kunstherz (VAD) ist eine mechanische Pumpe, die bei stark eingeschränkter Herzleistung das Blut aus der Herzkammer weitertransportiert. Medikamente, Schrittmacher oder Defibrillatoren können Symptome lindern, stoppen aber den Krankheitsverlauf nicht. Die LVAD-Therapie (Left Ventricular Assist Device) unterstützt die linke Herzkammer mechanisch, alternativ kommt eine Herztransplantation infrage.
Kunstherzsysteme verbessern dauerhaft den Blutkreislauf und haben sich als langfristige Therapie etabliert. An der Universitätsmedizin Magdeburg wurden bereits 95 Systeme erfolgreich implantiert – für viele Patientinnen und Patienten die letzte Chance auf mehr Lebensqualität und wertvolle Zeit.
Text/Foto: UMMD
