Im Norden Israels steht die Bevölkerung weiterhin unter massivem Raketenbeschuss aus dem Iran. Nach Angaben von WELT-Reporter Till Biermann heulen dort Nacht für Nacht die Sirenen. Bewohner erhalten zunächst eine Warnmeldung auf dem Handy, bevor ein zweiter Alarm ausgelöst wird, der den unmittelbaren Einschlag einer Rakete ankündigt. Dann bleiben nur wenige Minuten, um Schutzräume oder Bunker zu erreichen. In einem Hotelbunker im Kibbutz Mizra am Berg Tabor suchten in der Nacht erneut Familien mit kleinen Kindern Schutz. Viele sind übernächtigt, da sie nach den ersten Alarmen kaum noch schlafen können.
Israels Luftabwehrsystem „Arrow 3“ fängt nach Militärangaben einen Großteil der iranischen ballistischen Raketen bereits außerhalb der Atmosphäre ab. Doch nicht alle Angriffe können gestoppt werden. In der Stadt Beit Schemesch zwischen Jerusalem und Tel Aviv schlug eine Rakete in eine Synagoge ein. Zwei Menschen starben im Schutzraum unter dem Gebäude, weitere sieben wurden außerhalb verletzt. Die Angriffe verursachen enorme physische und psychische Belastungen für die Bevölkerung im Norden Israels.
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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 09. März 2026
