Donald Trumps State of the Union ist gerade vorbei – und die Welt hat auf ein Signal zum Iran gewartet. Es kam nur knapp: Deal ja, Atombombe nein. Kein Kriegs-Announcement, keine Eskalation – aber genug Drohkulisse, um die Spannung zu halten.
Stattdessen liefert Trump das, was er am besten kann: Machtinszenierung und Konfrontation. Republikaner im Steh-Applaus, Demokraten in demonstrativer Stille – und Trump nutzt genau dieses Bild, um sie als “crazy” und “Schande” vorzuführen. Dazu die nächste Grenzüberschreitung: frontal gegen den Supreme Court, “Stop it, John” – und die Ansage, neue Zölle kämen trotzdem, nur diesmal “legal”.
Innenpolitisch verkauft er eine Erfolgsliste – sinkende Preise, starke Wirtschaft, harte Migration – doch die zentrale Frage bleibt: Spüren die Amerikaner das wirklich an der Kasse? Und außenpolitisch fällt auf, was fehlt: Ukraine fast nicht existent, kein Putin, kein Selenskyj.
War das der Befreiungsschlag – oder nur 115 Minuten Material für die nächste Social-Media-Schlacht?
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Text/Foto: Ronzheimer
