Stuttgart. Die DTM-Zuschauer am Red Bull Ring sahen von den Tribünen einen spannenden dritten Lauf im Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland. Porsche-Junior Marcus Amand (FIN/Proton Competition) siegte am Samstag vor seinem Teamkollegen Keagan Masters aus Südafrika. Der 23-jährige Alexander Tauscher (Target) aus dem bayerischen Mitterfels fuhr als Dritter über die Ziellinie. Amand nahm den Siegerpokal aus den Händen von Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport, auf dem offiziellen Podium in Empfang und freute sich im anschließenden Interview: „Es ist großartig für mich, auf dem Red Bull Ring zu gewinnen. Das war ein enges Rennen und ich musste richtig kämpfen. Der Schlüsselmoment lag in meinem Start, bei dem ich an Pole-Setter Alexander Tauscher vorbeiziehen konnte.“
Vor österreichischer Alpenkulisse mit schneebedeckten Bergen fuhren 30 Piloten in ihren neuen, 520 PS starken Porsche 911 Cup in die Startaufstellung. Direkt nach dem Erlöschen der Ampel ging es bei Sonnenschein und Temperaturen von 20 Grad heiß her: Amand überholte Tauscher auf den ersten Metern und setzte sich an die Spitze. Auf den dahinter liegenden Plätzen kam es zu zahlreichen Positionswechseln und engen Tür-an-Tür-Duellen. Masters, der von Startplatz vier das 30-minütige Rennen begann, arbeitete sich im dritten Umlauf auf Position drei vor und versuchte, auf den vor ihm liegenden Tauscher Druck auszuüben. In der achten Runde überholte er den Deutschen. Zwei Safety-Car-Phasen ließen das Feld zusammenrücken, doch Amand verteidigte bei beiden Re-Starts seine Spitzenposition. Als Masters drei Runden vor Schluss zum Angriff auf Platz eins blies, zog er gegen Amand den Kürzeren. Nach 20 Rennrunden triumphierte der Porsche-Junior jedoch nur mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,168 Sekunden. Masters sprang nach drei von 16 Läufen mit seiner Leistung und den daraus resultierenden 56 Punkten auf den ersten Platz der Gesamtwertung. „Drittes Podium im dritten Rennen ist natürlich super. Mit Marcus war es ein heißer Kampf und im Endergebnis richtig knapp“, erklärte Masters, der sich bereits zweimal die Championskrone im Porsche Carrera Cup Italia sicherte.
Hinter den Top-3 Amand, Masters und Tauscher belegte der Niederländer Niels Langeveld, der für das neue Carrera Cup Team Laptime-Performance fährt, den vierten Platz. Talent-Pool-Pilot Matheus Ferreira (Team GP Elite) aus Brasilien sah nach einer beeindruckenden Aufholjagd als Fünfter die Zielflagge. Er arbeitete sich nach dem Start von Rang 16 kontinuierlich nach vorne. Auf den Plätzen sechs und sieben trugen sich Louis Perrot (F/Forch Racing by Atlas Ward) und Gustav Burton (UK/Forch Racing by Atlas Ward) in die Ergebnisliste ein. Sören Spreng (D/Team GP Elite) sicherte sich den Sieg in der ProAm-Wertung.
Der vierte Lauf des Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland wird am Sonntag um 11:35 Uhr ausgetragen. Eine Zusammenfassung des Rennens überträgt der TV-Sender ProSieben um 12:55 Uhr unmittelbar vor dem Start der DTM-Berichterstattung. Das komplette Renngeschehen kann auf YouTube, Facebook und im Porsche Motorsport Hub per Livestream verfolgt werden.
Rennergebnis 3. Lauf, Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland
1. Marcus Amand (FIN/Proton Competition)
2. Keagan Masters (ZA/Proton Competition)
3. Alexander Tauscher (D/Target)
4. Niels Langeveld (NL/Laptime-Performance)
5. Matheus Ferreira (BR/Team GP Elite)
6. Louis Perrot (F/Forch Racing by Atlas Ward)
7. Gustav Burton (UK/Forch Racing by Atlas Ward)
Punktestand nach 3 von 16 Läufen
1. Keagan Masters (ZA/Proton Competition), 56 Punkte
2. Alexander Tauscher (D/Target), 52 Punkte
3. Theo Oeverhaus (D/ID Racing), 50 Punkte
Foto (l-r): Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport, Keagan Masters (ZA), Proton Competition (#3), Porsche Junior Marcus Amand (FIN), Proton Competition (#99), Alexander Tauscher (D), Target (#13), Vasileios Georgoulopoulos, Proton Competition, Thorsten Rückert, Projektleiter Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland, Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland 2026, Red Bull Ring (A) (c) Porsche AG
