Ausschreitungen beim Derby Magdeburg–Dresden / SPD-Fraktion: Gewalt gegen Einsatzkräfte ist durch nichts zu rechtfertigen

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Magdeburg. Die SPD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt verurteilt die schweren Ausschreitungen rund um das Hochrisikospiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden. Angriffe auf Polizeibeamtinnen und -beamte mit Pyrotechnik, Steinen und anderen Gegenständen sind durch nichts zu rechtfertigen.

Den verletzten Polizistinnen und Polizisten gilt unsere Solidarität. Sie sorgen nicht nur bei einzelnen Spielen, sondern dauerhaft für Sicherheit – im Stadion wie im Stadtgebiet. Dass dabei erneut zahlreiche Einsatzkräfte verletzt wurden, ist inakzeptabel.

Gewalt hat im Fußball keinen Platz. Die laufenden Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs und versuchter schwerer Körperverletzung müssen konsequent geführt werden. Wer gezielt Einsatzkräfte angreift oder Ausschreitungen organisiert und sich dann in der Masse versteckt, handelt feige und hat mit Sport oder Fankultur nichts zu tun.

Hochrisikospiele binden regelmäßig erhebliche Kräfte bei Polizei und Kommunen. Dieser Personalaufwand ist auf Dauer nicht leistbar. Deshalb braucht es eine ehrliche Überprüfung der bestehenden Sicherheitskonzepte. Vereine, Verbände, Kommunen und Polizei müssen gemeinsam an einen Tisch, um tragfähige Lösungen zu entwickeln. Fankultur gehört zum Fußball. Gewalt nicht.

Vor dem Hintergrund des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Beteiligung von Veranstaltern an Polizeikosten bei Hochrisikospielen ist es sinnvoll, die bestehenden Regelungen nüchtern zu prüfen. Ziel muss es sein, Verantwortung fair zu verteilen, ohne den Fußball insgesamt zu belasten oder die Fankultur zu beschädigen. Sicherheit im und um das Stadion ist eine gemeinsame Aufgabe.

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Text/Foto: SPD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt am 25. Januar 2026